Übach-Palenberg: Als Solistinnen und im Duett überzeugend

Übach-Palenberg: Als Solistinnen und im Duett überzeugend

Schon die Eröffnung des Schlosskonzertes in Zweibrüggen war so etwas wie ein programmatischer Jubel. Denn mit Mozarts „Halleluja“ zeigten Anja Stumpf (Sopran) und Olga Kreimer (Mezzosopran), welch unfassbar gute Stimmen sie haben.

„Wir sind zum zweiten Mal hintereinander bei unseren Schlosskonzerten ausverkauft“, freute sich Martina Waliczek vom Kulturamt der Stadt Übach-Palenberg über den Erfolg. Im Rahmen des Kulturprogramms solche Perlen präsentieren zu können, lag aber sicherlich auch an dem kongenialen Zusammenspiel aller Akteure. Denn nicht nur die beiden Stimmen des Abends überzeugten als Solistinnen und im Duett vollends. Sie hatten mit der Klavierbegleitung durch Valerij Minenkov und Matthias Kreimer zwei absolute Könner am Flügel im wunderschönen Ambiente des Schlosses dabei.

Überzeugendes Zusammenspiel

Beide Musiker schafften es, zugleich ihr musikalisches Können zu zeigen und im Zusammenspiel mit den Sängerinnen zu überzeugen. Dass sich Letztere außerordentlich gut auf das Gezeigte vorbereitet hatten, bewiesen sie auch bei weiteren Stücken aus der Feder von Brahms, Schumann oder Tschaikowsky. Und nicht nur die Stimmen, die beispielsweise beim „Dignare“ aus dem Dettinger „Te Deum“ von Händel oder der „Bacarole“ aus Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ noch lange im Ohr nachklangen, bewiesen den Ausnahmestatus dieses äußerst gelungenen Konzertabends.

Mit Hubertine Fabry, der Tante von Anja Stumpf, gab es auch eine zugleich charmante wie intelligente Moderatorin. Die freute sich bei der Ankündigung des „Wiegenliedes“ auf eine atemberaubende Ausführung, ohne den Gästen eine Empfehlung auszusprechen, tatsächlich das Lied zum Einschlafen zu nutzen.

Nicht nur durch die gelungene Mischung der Beiträge aller Beteiligten, sondern auch durch das wie aus einem Guss präsentierte Programm, wurde die Schlossmusik mit Anja Stumpf und Olga Kreimer zu einem Hochgenuss. Der Beifall des Publikums und der Wunsch nach einer Wiederholung waren mehr als verdient.

(mabie)
Mehr von Aachener Zeitung