Geilenkirchen: Aktionstag der Feuerwehr: Junge Besucher sind „Feuer und Flamme“

Geilenkirchen : Aktionstag der Feuerwehr: Junge Besucher sind „Feuer und Flamme“

Schon draußen vor der Stadtbücherei wurden die jungen Gäste von der Besatzung eines riesigen Fahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Geilenkirchen begrüßt — im Fachjargon unter dem Namen „Hilfeleistungs-Gruppenlöschfahrzeug“ bekannt. Das und vieles mehr konnten die wissbegierigen Sprösslinge an einem ereignisreichen Tag erfahren.

Sofort inspizierten die Jungs und Mädels das vielseitig ausgestattete Gefährt und durften sogar mit Hilfe eines Schlauchs einen Brand löschen. Natürlich keinen echten, sondern einen Übungsbrand in einem extra dafür gebauten, kleinen Haus aus Pappe.

Interessanter Tag mit der Feuerwehr: Besonders das große Feuerwehrauto war für die jungen Besucher der Stadtbücherei interessant (Bild oben). Benny Riedesiel von der Jugendfeuerwehr (Bild unten links) erklärt der vierjährigen Lavina Czyja, wie man den Feuerwehrschlauch am besten hält. Berufsfeuerwehrmann und Autor Jörg Nießen (Bild unten rechts) berichtet über den Alltag bei der Feuerwehr. Foto: Renate Kolodzey

Auch die erst vierjährige Lavinia Czyla aus Bauchem traute sich, und beim Halten des schweren Schlauchs half ihr Benny Riedesiel (18) von der Jugendfeuerwehr. Die Geschwister Leann (8) und Louis (8) Hefferan beobachteten, wie das Wasser in kräftigem Strahl auf das Haus spritzte. Zwar wurden alle dabei ein bisschen nass, hatten jedoch Riesenspaß.

Interessanter Tag mit der Feuerwehr: Besonders das große Feuerwehrauto war für die jungen Besucher der Stadtbücherei interessant (Bild oben). Benny Riedesiel von der Jugendfeuerwehr (Bild unten links) erklärt der vierjährigen Lavina Czyja, wie man den Feuerwehrschlauch am besten hält. Berufsfeuerwehrmann und Autor Jörg Nießen (Bild unten rechts) berichtet über den Alltag bei der Feuerwehr. Foto: Renate Kolodzey

Interessante Kleidung

Unterbrandmeister Stefan Stange klärte die Kinder darüber auf, dass der silberfarbene Hitzeschutzanzug beispielsweise bei starkem Benzinbrand eingesetzt werde, der gut gefütterte Kälteschutzanzug hingegen bei der Rettung aus einem Weiher.

Die Kleidung der Feuerwehr interessierte auch den fünfjährigen David. Er wollte unbedingt die Atemschutzmaske anprobieren, ebenso Jacke und Helm. Joost Slagboom (15) von der Jugendfeuerwehr assistierte ihm, und bald stand der Kleine stolz in voller Montur da. „Ich will später auf jeden Fall Feuerwehrmann werden“, konstatierte er strahlend.

Organisiert hatte den gesamten Aktionstag der Stadtbücherei federführend deren Mitarbeiterin Monika Fuß, unterstützt von ihren Kolleginnen Ulrike Capper, Anna Belski und Alexandra Gebauer.

Bereits am Vormittag konnten Kinder von sechs bis zehn Jahren mit Motiven rund um den Aktionstag basteln, beispielsweise einen Feuerwehr-Hampelmann. Danach verstand es Feuerwehrmann Ralph Dechêne, die Kleinsten ab vier Jahre in einer lustigen und informativen Bilderbuchstunde für das Thema zu begeistern.

Mittags stand die Preisvergabe des Feuerwehr-Quiz an. Stadtjugendfeuerwehrwart Herbert Bündgens erläuterte die Antworten und erklärte, dass der heilige Florian der Schutzpatron der Feuerwehr sei und man ab zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr dürfe. Fortuna ermittelte mittels Los als Sieger sodann Cameron Oster, Klaas Piepers und Gero Dechêne, die jeweils einen Buchpreis mit nach Hause nehmen durften.

Berufsfeuerwehrmann, Notfallsanitäter und Autor Jörg Nießen (42) stellte am Nachmittag sein Buch „Feuerwehr Köln — wie geht das?“ vor und gab 16 Kindern einen Einblick in seinen aufregenden Alltag. Die Kinder waren sofort „Feuer und Flamme“ und stellten viele Fragen.

„Wenn ihr gerade kocht und Alarm kommt, vergesst ihr dann schon mal, den Herd auszumachen?“, wollte zum Beispiel jemand wissen. „Ja, das kann passieren. Darum sind unsere elektrischen Küchengeräte so konzipiert, dass sie sich bei einem Notruf automatisch abschalten“, erzählte der Autor.

Nießen hatte zudem seinen persönlichen Schutzanzug im Gepäck, den er mit ausführlichen Erläuterungen anzog. Die orangefarbene, sogenannte „Fluchthaube“, die zu rettenden Menschen als Schutz aufgesetzt wird, durften die Kinder sogar selbst anprobieren.

Rundum mit dem Aktionstag zufrieden, dankte Antonia Zaharanski, Leiterin der Stadtbücherei, dem stellvertretenden Leiter der freiwilligen Feuerwehr, Frank Büßelberg, sowie Herbert Bündgens „für den atypischen Einsatz“. Bei der Abfahrt des Löschfahrzeuges verabschiedete sich dessen Besatzung ihrerseits bei den Kindern fröhlich mit dem typischen, melodiösen „Tatütata“ der Feuerwehren.