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Geilenkirchen: „Aachen hat uns den Erfolg geklaut”

Geilenkirchen : „Aachen hat uns den Erfolg geklaut”

Sieben bunt gemischte Teams standen sich am Samstag im Sportpark Loherhof in Geilenkirchen bei einem außergewöhnlich sportlichen Event gegenüber: Fußballtennis nennen die Organisatoren die Spaßveranstaltung, die hier zum ersten Mal ausgetragen wurde.

Sieben Hochschüler, die sich in das Wahlpflichtfach „Eventmanagement” der Fontys Hochschule für Technik in Venlo/NL eingeschrieben haben, liefern mit dem Geilenkirchener Turnier sozusagen ihre „Diplomarbeit”. Denn das Ereignis wird von der Hochschule benotet ist anhand von Berichten und einer abschließenden Präsentation nachzuweisen. Auch an die jüngsten Besucher hatten die Organisatoren gedacht und jede Menge Kinderanimation eingeplant.

Die Spielregeln des Fußballtennis sind kurz erklärt: Auf den Tennisplätzen in der Sporthalle wird der Fußball über das Netz „gedroschen”, wobei die leicht modifizierten Volleyball-Regeln gelten und der Ball innerhalb des Tennisfeldes aufkommen muss.

So hatten die insgesamt 84 „Spaß-Spielerinnen und Spieler” aus dem Raum Geilenkirchen, Aachen und Köln ihre Freude und fieberten dem Finale am Abend entgegen.

Das Organisationsteam mit Lisa-Marie Schäfer, Jasmin Thornton, Björn Bartsch, Jan Grunewald, Oliver Oettgen, Lutz Olschewski und Boris Wodicka hatte mehr Interessenten erwartet, was offensichtlich am falsch gewählten Zeitpunkt lag.

„Aachen hat uns den Erfolg geklaut”, schmunzelt Oliver Oettgen und weist auf das Meisterschaftsspiel der Alemannen hin, das viele Sportinteressierte aus der Region live miterleben wollten.

Als sich im Vorfeld abzeichnete, dass nicht die erwarteten 20 Teams zusammenkommen würden, mussten sich die Fußballtennis-Macher Alternativen einfallen lassen.

„Ein Eventmanager muss improvisieren können”, sagt Oliver Oettgen. Damit die Zuschauer auf ihre Kosten kommen, habe das Team dann eine Hin- und Rückrunde ausgerufen.

Um 11 Uhr erfolgte der Startschuss für die ersten beiden Mannschaften „Team Casino” und „Schwarz-Weiß Waurichen”. Die anderen Teams hatten sich ebenfalls „klangvolle Namen” zugelegt: „RockerZ” aus Köln, „RocknRoll Realschule”, „Croatia” und „Rockfabrik Inkasso Team 1 und 2”. Hinter den letzten beiden steckte die Rhenania Immendorf. Nach einer Aufwärmzeit von fünf Minuten folgte das zehnminütige Match direkt hinterher. Der Fußball wurde nach allen „Regeln der Kunst” über oder in das Tennisnetz gedroschen, landete im Abseits, polterte gegen die Decke oder fand sich im Catering-Bereich wieder. Dabei machte der eine oder andere Spieler nicht immer die beste Figur - aber das war bei einer Spaßveranstaltung auch nicht Voraussetzung.

Vor dem Finale entführten die 14 Tänzerinnen der Jugend-Showtanzgruppe des TSV Geilenkirchen - zum letzten Mal unter Trainerin Daniela Böhm - die Zuschauer in eine musikalische Zeitreise. Mit Tränen verabschiedeten sich die Mädels von ihrer Trainerin, die nach rund zehn Jahren aus Zeitgründen die Gruppe nicht mehr trainieren kann.

Am Ende schlug das Team Casino aus Geilenkirchen mit den Spielern Ivan Rosic, Denis Spahic, René Tomás, Tamer Tirkiz und Christopher Finken die Schwarz-Weißen aus Waurichen mit 22:16. Das Team aus Waurichen war mit Peter Mehlkop, Nikolas Kleuters, Marco von der Ruhr, Thomas Boston und Fritz Kleinen angetreten. Sportpark-Geschäftsführer Freddy Solty und Oliver Oettgen überreichten den Siegern Pokale und Prämien.

Mit einer Aftershow-Party fand das Fußballtennis-Ereignis ein geselliges Ende.