Geilenkirchen: 70-jähriges Unfallopfer noch in Lebensgefahr

Geilenkirchen: 70-jähriges Unfallopfer noch in Lebensgefahr

Der Gesundheitszustand einer der bei dem Verkehrsunfall am Mittwoch auf der B 221 schwer verletzten Personen ist weiterhin kritisch.

Die 70-jährige Unfallfahrerin, die aus bislang ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn geriet und frontal mit einem Kleinbus kollidierte, befindet sich in Intensivbehandlung eines Krankenhauses. Ihr Zustand ist lebensbedrohlich. Infolgedessen kann die Frau voraussichtlich auch in absehbarer Zeit nicht befragt werden.

Der Fahrer des Kleinbusses, ein 58-jähriger Mann aus Kerpen, sowie dessen Beifahrerin und Betreuerin der Kindergruppe, eine 55-jährige Übach-Palenbergerin, befinden sich noch in stationärer Behandlung. Für sie besteht aber inzwischen ebenso wenig Lebensgefahr wie für den achtjährigen Jungen, der inzwischen von einer Kölner Spezialklinik in eine Krankenhaus der Städteregion Aachen verlegt werden konnte.

Von den anderen verunglückten Kindern werden vier noch in Krankenhäusern behandelt, sie sind aber schon auf dem Weg der Besserung.

Die Unfallursache, insbesondere warum die 70-Jährige auf die Gegenfahrbahn gelangte, ist bislang unklar. Hinweise auf eine Gesundheitsbeeinträchtigung vor dem Unfall liegen derzeit nicht vor.

Darüber hinaus können Straßen- und Wetterverhältnisse als Unfallursache mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Vier Schwer- und sieben Leichtverletzte: Das ist die traurige Bilanz des Unfalls, der sich am Mittwoch um kurz vor 13 Uhr auf der Bundesstraße 221 zwischen Geilenkirchen und Übach-Palenberg in Höhe Gut Breill zugetragen hatte.

Zehn Rettungswagen

Da es sich bei dem tragischen Ereignis nach Angaben des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Gottfried Mannheims um einen so genannten „überörtlichen Massenanfall von Verletzten” handelte, wurden nicht nur Rettungskräfte aus dem gesamten Kreis Heinsberg an die Unfallstelle beordert, sondern auch aus der benachbarten Städteregion und dem Kreis Düren.

Eine große Armada aus zehn Rettungswagen und zwei Krankentransporten war rasch zur Stelle, um die Verletzten zu versorgen und in die Krankenhäuser zu bringen. Für den Transport der Schwerstverletzten wurden insgesamt vier Helikopter - drei kamen zum Einsatz - angefordert, die auf den abgeernteten Äckern seitwärts der B221 landeten bzw. abhoben.

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