Stadtbibliothek Geilenkirchen: 50 Jahre „Die kleine Raupe Nimmersatt“

Stadtbibliothek Geilenkirchen : 50 Jahre „Die kleine Raupe Nimmersatt“

50 Jahre schon „frisst“ sich „Die kleine Raupe Nimmersatt“ durch die Kinderzimmer dieser Welt. Auf dieses beeindruckende Jubiläum kann der Kinderbuchautor Eric Carle, der in seinem Bilderbuch Generationen von Kindern die Metamorphose eines kleines Lebewesens erklärt, stolz sein.

Natürlich wollte der Gerstenberg-Verlag, in dem das Buch erscheint, dieses Ereignis gebührend feiern und bot daher Einrichtungen ein kostenloses Aktionspaket an. Auch die Stadtbibliothek Geilenkirchen, schildert deren Leiterin Antonia Zaharanski, zeigte Interesse, und initiierte im Rahmen ihrer beliebten „Rappelkiste“ eine Bilderbuchbetrachtung.

Bibliotheksmitarbeiterin Monika Fuß leitete die ausgebuchte Aktion und freute sich, von Pia Hahnen, der Mutter eines der kleinen Gäste, tatkräftig unterstützt zu werden. 16 Sprösslinge hatten es sich auf Sitzkissen gemütlich gemacht und ihre Köpfe mit selbst gebastelten, grün-orangenen Pappraupen geschmückt. Teils hatten sie sogar eigene Plüschraupen mitgebracht.

„Die haben wir schon seit unserer Geburt“, verrieten Paul Kanzok (4) aus Übach und Greta Jansen (4) aus Geilenkirchen stolz. Monika Fuß hielt das Bilderbuch hoch, damit es alle gut sehen konnten, erzählte die Geschichte und richtete immer wieder Fragen an die Kinder. „Was frisst die Raupe gerne?“ „Obst und Blätter!“ „Richtig! Montag frisst sie sich durch einen Apfel, Dienstag durch zwei Birnen und Mittwoch – was frisst sie dann? Welches Obst ist denn blau?“ „Pflaumen!“, schallte es aus dem Publikum. „Wie viele Pflaumen frisst sie denn?“ Die kleinen Zuschauer zählten die Früchte im Buch: „Eins, zwei drei – sie frisst sich durch drei Pflaumen!“ „Stimmt!“

Mit viel Spaß formierten sich die Kinder zu einer Raupe und schlängelten sich durch die Räume. Foto: Renate Kolodzey

„Auf Orangen hat die Raupe am Freitag Appetit!“, fuhr Monika Fuß fort. „Von Orangen muss man viel Pipi machen“, meinte eins der Kinder, was alle zum Lachen brachte. Am Samstag frisst die Raupe besonders viel, und die Jungs und Mädels zählten auf: „Kuchen, Lutscher, Eis, Käse, Wurst, Gurke und Melone!“ „Und was hat sie am Sonntag?“ „Bauchschmerzen“, vermuteten die Kinder pfiffig. Doch was passiert dann? „Sie verpuppt sich in einem Kokon!“ „Richtig!“

Doch das war noch lange nicht alles, das Programm ging weiter. „Jetzt machen wir eine Raupe aus euch Kindern“, verkündete Monika Fuß, und in einer Polonaise marschierte die „Raupe“ durch die Stadtbibliothek, fröhlich ein Raupenlied singend. Natürlich musste sie auch etwas fressen und bekam das gleiche Obst wie im Buch serviert.

Allen hatte es offensichtlich gut gefallen, und Lara Altig (6) aus Bauchem meinte: „Ich fand besonders die lebendige Raupe toll“, während die Geschwister Jakob (5) und Emma Nacken (3) aus Lindern das Malen favorisierten. Stella Schäfer (5) und Leo Hahnen, beide aus Bauchem, ließen hingegen keine Zweifel daran, was am besten war: „Die Lutscher“

(rk)
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