34-jähriger Aachener stirbt nach Gasaustritt in Wegberg-Wildenrath

Nach Gasaustritt : Mann aus Aachen stirbt, zwei weitere Personen lebensgefährlich verletzt

Bei einem Gasaustritt in einem Firmengebäude in Wegberg-Wildenrath ist am Freitagabend ein 34-jähriger Mann aus Aachen gestorben. Sechs weitere Personen wurden verletzt, zwei davon schweben in Lebensgefahr. Die Gründe sind bislang unklar.

Warum aus einer Kohlenmonoxid-Flasche, die sich in dem Firmengebäude eines Chemie-Unternehmens befand, Gas entweichen konnte, ist bislang nicht klar. Fest steht nur, dass der Mann aus Aachen am Freitagabend alleine in dem Gebäude in der Friedrich-List-Allee arbeitete. Als er nicht nach Hause kam, fuhr seine Ehefrau zusammen mit dem drei Jahre alten Kind und in Begleitung eines 33-jährigen Fahrers nach Wildenrath, um nach ihrem Ehemann zu sehen.

Dort angekommen, betraten die Ehefrau und der Fahrer gegen 20.20 Uhr das Gebäude, während das Kind im Auto wartete. Im Gebäude fanden sie den Ehemann der Frau leblos vor und alarmierten umgehend den Rettungsdienst. Als die Sanitäter die Unfallstelle erreichten, kam für den 34-jährigen Aachener bereits jede Hilfe zu spät. Es „konnte nur noch sein Tod festgestellt werden“, teilte die Polizei Heinsberg in der Nacht mit.

Seine Ehefrau und den 33-jährigen Fahrer retteten die Sanitäter zwar noch aus dem Gebäude. Durch den langen Kontakt mit dem ausgestretenen Kohlenmonoxid wurden jedoch auch diese beiden Personen lebensgefährlich verletzt. Zudem erlitten die vier Rettungssanitäter, die als erstes am Einsatzort eintrafen, Verletzungen.

Die betroffenen Personen litten laut Angaben der Kreisfeuerwehr Heinsberg unter akuten Vergiftungserscheinungen. Zur Versorgung der Verletzten wurden aus dem gesamten Kreisgebiet Heinsberg sowie aus Mönchengladbach Rettungswagen und Notärzte angefordert, die mehrere Personen zur Druckkammer nach Aachen fuhren. Das dreijährige Kind, das im Auto gewartet hatte, blieb unverletzt, wurde jedoch als Vorsichtsmaßnahme ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr konnte die Lage im Gebäude anschließend in den Griff bekommen, sodass die Kohlenmonoxid-Messungen am späten Abend wieder negativ ausfielen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Todesursache und dem Grund für den Gasaustritt aufgenommen.

(red)
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