Ausflug in die Natur: 28 verschiedene Vogelarten in Beeck gesichtet

Ausflug in die Natur : 28 verschiedene Vogelarten in Beeck gesichtet

24 Vogelinteressierte von Jung bis Alt folgten am vergangenen Samstagmorgen der Einladung der Interessengemeinschaft „Dorfverschönerung Beeck e.V.“ zu einer vogelkundlichen Exkursion im Golddorf.

Unter fachkundiger Führung von Theo Reinartz von der NABU Ortsgruppe Selfkant e.V. führte der Weg der Gruppe entlang des Schlackenbergs und Beeckfließes hinaus aus dem Dorf.

Bereits nach wenigen Metern forderte Reinartz die Gruppe zum genauen Hinhören auf: „Zilpzalp“ war zu hören. „Viele Vögel singen ihren eigenen Namen und sind daher leicht zu erkennen“, erläuterte der Vogelkundler.

Zahl der Arten rückläufig

Trotz des trüben Wetters waren 28 Vogelarten auszumachen. Viele konnten beim Überflug gesehen werden, wie Nilgänse oder Graureiher, andere Vögel waren am Gesang zu erkennen, wie die Mönchsgrasmücke oder die Heckenbraunelle.

„Die Vielfalt der Vogelarten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bestand an Vögeln quantitativ seit vielen Jahren rückläufig ist“, betonte Theo Reinartz. Als Grund nannte er unter anderem eine stetig zurückgehende Vielfalt von Insekten. Bedingt durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Monokulturen sowie zu wenigen naturbelassenen Flächen fehlt diesen die Lebensgrundlage.

Vogel des Jahres gesichtet

Am Rande eines Weizenfeldes sichtete der Ornithologe eine Feldlerche, derzeit „Vogel des Jahres“. „Früher hätte man 10 bis 20 Feldlerchen auf einer Fläche von dieser Größe beobachten können, heute sehe ich eine“, erläuterte Reinartz.

Erfreulich zu sehen war allerdings für die Exkursionsteilnehmer, dass in und um Beeck noch sehr viele Vogelarten auszumachen waren, die neben der Feldlerche bereits auf der „Roten Liste“ stehen und gefährdet sind, so zum Beispiel die  Uferschwalbe, die Rauchschwalbe und die Mehlschwalbe.

Nach knapp zwei Stunden endete die Wanderung mit einem gemeinsamen Brunch und dem Wunsch vieler Teilnehmer nach weiteren naturkundlichen Exkursionen unterstützt durch die Experten vom NABU.

(red)
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