Geilenkirchen-Rischden: 200km/h mit dem Modellflugzeug in der Luft

Geilenkirchen-Rischden: 200km/h mit dem Modellflugzeug in der Luft

Zum zweiten Mal in Folge richtete der Modellflugclub (MFC) Ikarus Geilenkirchen auf seinem Fluggelände in Rischden einen so genannten „F5B und F5F Wettbewerb“ aus.

Dieser fließt als Qualifikationslauf für die kommende Weltmeisterschaft in die Wertung ein. Dafür reisten die Teilnehmer sogar aus Dänemark, Österreich, Großbritannien, Tschechien, der Schweiz und den Niederlanden an. „Geilenkirchen liegt zentral in der Mitte Europas, deshalb kommen die Piloten so gerne hier her“, weiß Ikarus-Vorsitzender Günter Ermer. Außerdem verfügt der Verein über einen der wenigen ausgebauten und asphaltierten Modellflugplätze in Deutschland.

Mit einer Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern sausten die Modellflugzeuge über die Wiesen und Felder. Alle auf Kohlefaser-Basis gebauten Segler verfügen über Elektro-Antrieb, nur so können die hohen Geschwindigkeiten erreicht werden. Die Wettbewerbsflüge sind in Streckenflug, Thermikflug und Punktlandung unterteilt. Das Prozedere muss in exakt zehn Minuten geschafft sein, eine Sekunde drüber gibt Punkteabzug.

Es muss zudem immer ein vorgegebener Korridor durchflogen werden, Abweichungen werden nicht toleriert. In jedem Elektro-Segler befindet sich der gleiche Regler, der eine bestimmte Energiemenge zulässt. Dies hat zur Folge, dass der Pilot seinen Kraftstoff genau einteilen muss. Der zu betreibende Aufwand ist sehr groß und strotzt von Technik und Elektronik.

Die „Euro Contest Tour“ wird über zwei Jahre ausgetragen, drei Wertungen finden in Deutschland statt. Aus den fünf Besten wird ein Team gebildet, dass Europa bei der Weltmeisterschaft vertritt.

Die Ikarus-Mitglieder sind froh, den Eurotour Contest zum zweiten Mal nach Geilenkirchen geholt zu haben: Mit der Teilnahme internationaler Modellflugsportler wird schließlich die Vereinsarbeit gewürdigt.

(g.s.)
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