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Übach-Palenberg: 128 Jahre geballte Ratsschläue verabschiedet

Übach-Palenberg : 128 Jahre geballte Ratsschläue verabschiedet

Gleich 40 Prozent der ehemaligen Ratsmitglieder sind nach der letzten Kommunalwahl ausgeschieden.

Am Montag wurden sie durch die aktuellen Ratsvertreter und die Verwaltung mit Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll an der Spitze im Schloss Zweibrüggen feierlich aus ihrem Amt verabschiedet.

Drei Damen, von denen nur Cordula Storms aus beruflichen Gründen fehlte, sowie elf Herren nahmen ihren Hut. Dabei waren, wie Schmitz-Kröll in seiner Ansprache anmerkte, nur die beiden „Volksparteien” SPD und CDU betroffen. Die verloren aber insgesamt 128 Jahre Ratserfahrung, die SPD mit sieben Mandatsträgern gleich 88 Jahre und die CDU bei ebenfalls sieben Ausgeschiedenen 40 Jahre.

An der Spitze der Verabschiedeten stand diesmal der neue Rekordhalter, was die ununterbrochene Amtszeit im Rat betrifft. Gemeint ist Helmut Klug (SPD), der nach mehr als 31 Jahren nicht mehr zur Kommunalwahl antrat.

„Wenn er in seinem Auftreten doch eher ein Mann der leiseren Töne war, war er dennoch ein Mann in der ersten Reihe von Partei und Fraktion”, bemerkte Schmitz-Kröll. Er sah Klug als „ständigen Aktivposten”, der sich nicht nur in Sachen Kultur und Partei engagiert, sondern auch gerne Verantwortung übernommen habe.

Dieter Hansen (SPD) wurde nach 20 Jahren verabschiedet. Für den Bürgermeister war Hansen vor allem in Sachen Palenberg ein engagiertes Ratsmitglied. Sozialdemokratin Monika Rosewick nahm nach zehn Jahren aus gesundheitlichen Gründen Abschied von der Ratsarbeit, sie habe sich, so Schmitz-Kröll besonders um die Belange Frelenbergs eingesetzt.

Auf ebenfalls zehn Jahre blickte Lothar Bildhauer (SPD) zurück, der als eines der „Arbeitspferde” der Fraktion besonderes Augenmerk auf Belange der Beschäftigten legte. Norma Kuhlmey (SPD) fehlten am 26. September gerade einmal vier Stimmen zur Wiederwahl, sie wurde nach zehn Jahren verabschiedet und vom Ersten Bürger als Frau geehrt, die den Kontakt zur Basis im Blick habe.

CDU-Mann Manfred Walther nahm auch nach zehn Jahren Abschied. Der Ingenieur war wie der ebenfalls ausgeschiedene Eckhardt Kubetschek (CDU) Mitglied des Bau- beziehungsweise Stadtentwicklungsausschusses, er setzt sich vor allem für die Städtepartnerschaft mit Rosny-sous-Bois ein. Kubetschek war in der letzten Wahlperiode Vorsitzender des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses und habe diesen „mit der nötigen Portion Gelassenheit” geleitet.

Sozialdemokrat Rudi Burbaum trat nach sechs Jahren Ratszugehörigkeit nicht mehr zur Wahl an, bleibt aber nach Schmitz-Kröll vor allem dem Vereinsleben in Marienberg erhalten.

Winand Ruland (CDU) wurde bereits 1989 aus dem Rat verabschiedet. Gemeinsam mit seiner Zeit als sachkundiger Bürger blickte er auf insgesamt 25 Jahre im Rat zurück. Nach fünf Jahren wurden Heinz-Josef Führen, Herbert Görtz und Cordula Storms, alle CDU, verabschiedet, sowie Parteikollege Peter Hermanns nach zwei Jahren und Sven Bildhauer nach einem Jahr im Rat.