Brandnacht in Dürwiß: Zwei Feuer, aber drei Löscheinsätze in einer Nacht

Brandnacht in Dürwiß : Zwei Feuer, aber drei Löscheinsätze in einer Nacht

Die Nacht zum Dienstag werden viele Dürwisser nicht so schnell vergessen: Zunächst brannte eine Wohnung am Eschenweg aus, gegen 3 Uhr stand eine 1500 Quadratmeter große Lagerhalle lichterloh in Flammen.

Als die Feuerwehr erneut dort eintraf, schlugen die Flammen aus dem Dach. Der Bewohner der Wohnung war zu diesem Zeitpunkt bereits im Krankenhaus mit Verdacht auf Rauchvergiftung. In allen Fällen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

Das Feuer der Lagerhalle war kilometerweit zu sehen, die Polizei riet den Anwohnern, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Sie waren von den lauten Knallgeräuschen geweckt worden, als die Dachplatten unter der Hitze zerplatzten.

Zwar konnten die Feuerwehrleute die benachbarten Gebäude retten, von der Halle blieben jedoch nur noch die völlig zerstörten Außenwände und das Gerippe der Dachkonstruktion übrig. Der Eigentümer konnte das verheerende Feuer nur mit einer Videoübetragung übertragen – er weilte mit seiner Frau im Urlaub auf Ibiza, brach diesen jedoch ab und kehrte noch am Dienstagnachmittag nach Eschweiler zurück.

Foto: zva/Jan Larres

Unmittelbar an die Halle grenzen die Räume des Karnevalsmuseums. Bis dorthin drang das Feuer nicht. Allerdings führte der Löscheinsatz dazu, dass Wasser durch die Wände in den Keller des Museums floss. Die Feuerwehr reagierte jedoch schnell und stellte Pumpen auf, so dass der Pegel die 30-Zentimeter-Marke nicht überstieg.

Am Dienstag war jedoch nicht klar, ob das Museum dort bleiben kann. Das Gebäude gehört zur Halle, die vollständig niederbrannte. Darin befinden sich Büroräume, das Museum und Probenräume. Bei dem Lagerbrand waren 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr Eschweiler, Stolberg, Würselen, Alsdorf, Langerwehe, des Feuerschutztechnischen Zentrums des Kreises Düren und des THW Eschweiler im Einsatz. Erst um 15.30 Uhr kehrten die letzten Feuerwehrleute wieder in die Wache zurück – immer wieder flammten Brandnester auf.

Die Wohnung im ersten Obergeschoss am Eschenweg, wo um 0.45 Uhr der erste Brand gemeldet wurde, ist nicht mehr bewohnbar. Dort waren ingesamt 50 Feuerwehrleute vor Ort und kontrollierten zum Abschluss die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera. Wie es dort zwei Stunden später erneut zu einem Feuer kam, klärt die Kriminalpolizei.

Am Mittwoch wollen Brandsachverständige die Stellen untersuchen. Dann steht auch die Schadenhöhe fest.

Hier geht es zur Bilderstrecke: 1500 Quadratmeter Lagerfläche stehen in Flammen

(red)
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