Zuschuss der Stadt Eschweiler für VHS-Programm ist gesunken

Bericht wird im Ausschuss vorgestellt : Der Städtische Zuschuss für die VHS ist 2018 gesunken

Das laufende Jahr ist für die Volkshochschule (VHS) einzigartig, weil sie ihren 100. Geburtstag feiert, es warten viele Angebote zum Jubiläum. Ganz gewöhnlich ist das Jahr in der Hinsicht, dass die VHS ihren Bericht für das Vorjahr vorlegen muss.

Dieser wird im Kulturausschuss am Donnerstag, 2. Mai, 17.30 Uhr, im Rathaus vorgestellt. Betrachtet man die rein finanzielle Seite für das Jahr 2018, spricht die VHS von einem „guten Ergebnis“, weil der städtische Kostenanteil gesunken ist, so steht es in der Ausschussvorlage. Rund 298.000 Euro musste die Stadt der VHS im vergangenen Jahr überweisen, was 74.000 Euro unter dem Haushaltsplan lag.

Als Vergleich zieht die VHS das Jahr 2016 heran, als der städtische Anteil mehr als 10.000 Euro höher lag, das Bildungsangebot für die Bürger aber niedriger – und in das Ergebnis des Vorjahres seien zudem allgemeine Kostensteigerung im Vergleich zu den Vorjahren eingerechnet. Das Jahr 2017 mit einem städtischen Anteil von 170.000 Euro galt nach Aussagen von VHS-Leiterin Silvia Hannemann als „Ausreißerjahr“, weil die Einrichtung viele ausgelastete Kurse für Migranten angeboten hatte, der Bund also einen erheblich größeren Teil der Kosten trug als üblich. „Solch ein Jahr wird wahrscheinlich nicht mehr auftreten“, betont Hannemann.

Im vergangenen Jahr hat die Volkshochschule 18.584 Unterrichtsstunden geplant, nach dem Weiterbildungsgesetz muss eine VHS mindestens 3200 anbieten, sagt Hannemann. Letztlich stattgefunden haben 15.444, also rund 3000 beziehungsweise 16,9 Prozent weniger. „Das ist eine relativ geringe Ausfallquote“, sagt Silvia Hannemann. „Man sagt, dass 15 bis 25 Prozent Ausfallquote in Ordnung sind.“

Angebote fallen dann aus, wenn sie nicht wahrgenommen werden, auch wenn es eigentlich einen Bedarf gebe – wie etwa bei Alphabetisierungskursen. Der größte Anteil der durchgeführten Unterrichtsstunden (7408) entfällt auf Integrationskurse, es folgen die Gesundheitsbildung (3052) und Sprachen (2287). Der geringste Anteil entfällt auf die Mitarbeiterfortbildung (127).

(cro)