Eschweiler: Zum Geburtstag ein ganz besonderes Konzert

Eschweiler: Zum Geburtstag ein ganz besonderes Konzert

Die Städtische Musikgesellschaft bildet nicht nur seit einem halben Jahrhundert für Eschweiler ein Stück Tradition und Kulturgeschichte, sondern ist auch in der Region einzigartig. In keiner anderen Stadt sind ein Chor und ein Orchester so lange unter einem Vereinsdach in Sachen Musik gemeinsam tätig.

Das 50-jährige Bestehen der Städtischen Musikgesellschaft ist ein würdiger Anlass für ein Konzert im Jubiläumsjahr. Dieses findet am Samstag, 2. Dezember, ab 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul statt.

Einige Persönlichkeiten

Beim Pressegespräch am Donnerstag beleuchtete Stadtarchivar Horst Schmidt die bewegte Geschichte der Gesellschaft, die 1967 aus der Fusion der „Musikalischen Gesellschaft“ und der „Städtischen Musikvereinigung“ entstand. Beide Vereine und zahlreiche gemischte Chöre der Indestadt blicken auf Wurzeln zurück, die weit in den Anfang des 19. Jahrhunderts hineinreichen.

Oberstudienrat Hubert Harff, seinerzeit Musiklehrer am Städtischen Gymnasium, war erster musikalischer Leiter der neuentstandenen Vereinigung. Persönlichkeiten wie unter anderem der Eschweiler Rechtsanwalt Georg Lingemann verbindet eine über 70-jährige Aktivität als Chorsänger mit der Städtischen Musikgesellschaft. Der verdiente Horst Berretz hatte das respektable Amt des Musikalischen Leiters seit 1985 mit einer Unterbrechung bis zum Beginn des Jahres 2017 inne, bevor er von Jeremy Hulin abgelöst wurde.

Heute weist die Städtische Musikgesellschaft 24 Orchestermusiker und rund 50 Sängerinnen und Sänger auf. Zu den größten Herausforderungen zählen Thomas Graff und Doris Sommer als Vorsitzende nicht nur die Rekrutierung des Nachwuchses, sondern auch den mangelnden Bekanntheitsgrad. Das könnte sich am Samstag, 2. Dezember, etwas verändern, wenn in St. Peter und Paul Werke von Joseph Haydn und Benjamin Britten auf dem Programm stehen.

„Eine durchaus anspruchsvolle Kombination“, so Jeremy Hulin, für den musikalische Verschiedenartigkeit ganz besonders wichtig ist. Für das anstehende Konzert hat er sich eine ganz besondere Form der Publikumsbeteiligung ausgedacht, über die wir noch nicht zu viel verraten möchten. Ein wenig zusätzliche Zukunftsmusik ließ der sympathische Brite jedoch beim Pressegespräch anklingen.

Ihm und der Städtischen Musikgesellschaft schwebt vielleicht in vier oder fünf Jahren eine großangelegte Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie auf dem Marktplatz vor. Kein schlechtes Aushängeschild für Eschweiler als Musikstadt, wie alle Beteiligten äußerten. Bürgermeister Rudi Bertram schließlich erinnerte daran, dass die Städtische Musikgesellschaft nicht nur in schweren Zeiten stets auf die Unterstützung der Stadtverwaltung bauen konnte, sondern auch in Zukunft weiterhin bauen kann.

Der Verein sucht weiterhin engagierte klassische Musiker und Sänger, die einmal bei den Proben vorbeischauen möchten. Der Chor probt jeden Montag zwischen 19 und 21.30 Uhr im Musiksaal des Städtischen Gymnasiums, das Orchester an gleicher Stelle Mittwochs zwischen 19.45 und 21.30 Uhr. Doris Sommer und Thomas Graff freuen sich aber auch über den direkten Kontakt per E-Mail unter doso66@gmx.de beziehungsweise thomas.graff@t-online.de.

(psi)