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Tagesfahrt des Geschichtsverein: Zu den römischen Wurzeln des Rheinlandes

Tagesfahrt des Geschichtsverein : Zu den römischen Wurzeln des Rheinlandes

Der Eschweiler Geschichtsverein lädt für Samstag, 18. April, zu einer Tagesfahrt unter dem Titel „Zu den römischen Wurzeln des Rheinlandes“ nach Xanten ein.

Der Eschweiler Geschichtsverein lädt für Samstag, 18. April, zu einer Tagesfahrt unter dem Titel „Zu den römischen Wurzeln des Rheinlandes“ nach Xanten ein. Treffpunkt ist der Parkplatz Jahnstraße (Schwimmhalle); die Abfahrt erfolgt um 7.45 Uhr, die Rückkehr gegen 20 Uhr. Die Führung übernimmt Armin Meißner, die Leitung hat Gabriele Müller. Anmeldungen können ab sofort bei Gabriele Müller, Tel. 02403/36578, erfolgen.

Um 100 n. Chr. gründete der römische Kaiser Trajan die fortan nach ihm benannte Colonia Ulpia Trajana an einer strategisch günstig gelegenen Stelle gegenüber der damaligen Mündung der Lippe in den Rhein. Dank ihrer guten Lage blühte die neue Stadt rasch auf. Neben der Befestigung entstanden Wohn- undHandwerkerhäuser, Tempel, Thermen und ein Amphitheater. Um 270 n. Chr. zerstörten Germanen die Siedlung, die nun in verkleinerter Form wieder aufgebaut wurde, im 4. Jh. aber endgültig unterging.

Im frühen Mittelalter vermutete man in dem wie üblich außerhalb der alten Römerstadt gelegenen Gräberfeld die Überreste christlicher Märtyrer gefunden zu haben und errichtete ihnen zu Ehren eine Kirche, den Vorgängerbau des heutigen Domes St. Viktor und damit die Keimzelle der neuen Stadt (ad sanctos – bei den Heiligen = Xanten). So kam es, dass die römische Stadt zwar als Steinbruch missbraucht, aber nicht überbaut wurde, ein in Deutschland einmaliger Fall.

Deswegen beschlossen der LVR und die Stadt 1973 das Gelände zu einem archäologischen Park umzugestalten. Seitdem gehen sowohl die Ausgrabungen als auch die Rekonstruktionen römischer Gebäude weiter, ein didaktisch hervorragendes Museum ergänzt die Freilichtanlagen. Sowohl die noch laufenden Grabungen als auch die Experimentalarchäologie liefern laufend neue wissenschaftliche Erkenntnisse, so dass sich ein Besuch des archäologischen Parks immer lohnt.

Die Teilnehmer werden vormittags eine allgemeine Führung durch den Park und anschließend eine spezielle Führung durch die rekonstruierten Handwerkerhäuser haben. Nach der Mittagspause folgt eine Museumsführung, danach können sie entweder das gesamte Gelände noch einmal individuell besichtigen oder Armin Meißner bei einem Rundgang durch den Dom begleiten.