Eschweiler: Wohnhaus in Flammen: Leiche gefunden

Eschweiler: Wohnhaus in Flammen: Leiche gefunden

Beim Brand eines Wohnhauses in Eschweiler ist am Freitagabend die Leiche eines Mannes gefunden worden. Da die sterblichen Überreste zunächst nicht identifiziert werden konnten, stand noch nicht fest, ob es sich bei dem Toten wie vermutet um den Bewohner des Hauses handelte.

Zunächst hatte es nach einem Routineeinsatz ausgesehen. Wenige Minuten vor 17 Uhr war der Alarm eingegangen. Kräfte der städtischen Feuerwehr sowie der Löschzüge Kinzweiler, Röhe, Mitte, Lohn und Dürwiss rückten an, eine zweite Drehleiter aus Alsdorf kam zur Verstärkung hinzu. Als die Einsatzkräfte am Brandort in der Straße Auf den Hufen im Stadtteil Kinzweiler eintrafen, war aus dem gemeldeten Dachstuhlbrand in dem Reihenhaus bereits ein ausgewachsener Vollbrand geworden.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Wohnhaus. Foto: Jan Larres

Weil zunächst von vermissten Personen die Rede war, nahmen die Einsatzkräfte das Gebäude Raum für Raum unter die Lupe, allerdings zunächst ohne Erfolg. Dabei kam es zu einer sogenannten Durchzündung, einer Art Verpuffung, als dem Brand schlagartig neuer Sauerstoff zugeführt wurde. Die Einsatzkräfte mussten sich kurzfristig aus dem Haus zurückziehen.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Wohnhaus. Foto: Jan Larres

Kurz vor 19 Uhr kam dann die schockierende Meldung: Im ausgebrannten Obergeschoss des Gebäudes war die Leiche eines Mannes gefunden worden. Die Identität des Toten wurde zunächst nicht bestätigt; die mittlerweile am Brandort eingetroffene Ehefrau wurde seelsorgerisch betreut.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Wohnhaus. Foto: Ralf Roeger

Insgesamt waren rund 50 Wehrkräfte vor Ort, dazu Rettungsdienst und Polizei. Sie konzentrierten ihre Bemühungen auch darauf, das Feuer nicht auf angrenzende und benachbarte Häuser überspringen zu lassen.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Wohnhaus. Foto: Jan Larres

Gegen 19.55 Uhr war der Brand unter Kontrolle, der Einsatz lief allerdings noch am späten Abend: Die Feuerwehr hat mit den Aufräumarbeiten begonnen. Da die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen hat, müssen die Einsatzkräfte dabei allerdings behutsam vorgehen.

Das Haus wurde nach dem Brand verschlossen. Foto: Ralf Roeger

Zur Brandursache gab es zunächst keine Angaben. Es lägen jedoch keine Hinweise auf eine Straftat vor, sagte ein Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft. Der Sachschaden liegt laut Feuerwehr bei 150.000 Euro.

Im Garten des Hauses sind verbrannte Gegenstände zu sehen. Foto: Ralf Roeger
(heck/dpa)
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