Eschweiler: Wohin steuert der Wohnungsmarkt in der Region?

Eschweiler: Wohin steuert der Wohnungsmarkt in der Region?

Vielfältigste Fragen rund um das Thema Bevölkerung, Demografie und Wohnen in Verbindung mit dem Zuwachs an Studenten in der Universitätsstadt Aachen bedürfen einer Antwort.

Wie stellen sich die einzelnen Altersgruppen heute und in der Zukunft ihre Wohnsituation vor? Gibt es in den einzelnen Marktsegmenten eine ausreichende Anzahl an Wohneinheiten, z. B. preiswerte Mietwohnungen oder bezahlbare Eigentumseinheiten im Bestand? Gibt es vielleicht schon Wohnbauprojekte in Belgien, Deutschland und den Niederlanden, mit denen Wohnwünsche abgedeckt sind?

Mit diesen und weitere Fragen beschäftigt sich seit 2011 eine grenzübergreifende Arbeitsgruppe mit Teilnehmern aus Belgien (Gemeinde Raeren), den Niederlanden (Provinz Limburg, Parkstad Limburg, Gemeinde Vaals), dem Fachbereich Wohnen der Stadt Aachen und den übrigen städteregionsangehörigen Kommunen mit Unterstützung der Bezirksregierung Köln. Die Gruppe wurde erweitert um die Gemeinde Aldenhoven aufgrund ihrer historischen Zugehörigkeit zum Nordkreis, sowie unterstützend durch die Intiative Aachen e.V. .

Im Drei-Länder-Eck Belgien, Deutschland und den Niederlanden wachsen Wille und Notwendigkeit, jenseits der Grenzen zu wohnen. Diese Notwendigkeit wird von allen Arbeitsgruppenteilnehmern gleichermaßen gesehen und anerkannt. Neben den bisher bereits seit Jahren existierenden nationalen Beobachtungssystemen (in den Niederlanden der Woonmonitor Limburg und in der Stadt Aachen die Kommunale Wohnungsmarktbeobachtung) soll die Beobachtung des grenzüberschreitenden Wohnungsmarktes in einem gemeinsamen Projekt weiter verfolgt werden.

In einer grenzüberschreitenden Veranstaltung in Maastricht wurde jetzt als erstes Ergebnis der Arbeit der Arbeitsgruppe den kommunalen und übergeordneten Entscheidungsträgern der Bericht mit den über die Ländergrenzen hinweg erstmals vergleichbaren Daten der Jahre 2009 bis 2011 als Status quo vorgestellt und über die Fortführung des Projektes diskutiert.

Die Erkenntnisse sollen in die politischen Gremien einfließen und dort gegebenenfalls Entscheidung beeinflussen bzw. wohnungspolitischen Entscheidungen die nötige Datenbasis liefern. Für die Zukunft gilt es, den bisher aus zehn vergleichbaren Indikatoren bestehenden Katalog zu erweitern und entsprechende Personal- und Finanzressourcen durch die teilnehmenden Kommunen zur Verfügung zu stellen.

Ebenfalls wichtig ist es, dass sich weitere Kommunen diesem Projekt anschließen, damit das zu beobachtende Gebiet erweitert wird und sich letztendlich interkommunale Synergieeffekte hinsichtlich einer regionalen und grenzüberschreitenden Raumordnung ergeben.

Hierzu riefen der Regionalminister der Provinz Limburg, Herr Erik Koppe, sowie der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp und der aktiv in der Arbeitsgruppe mitwirkende technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler, Herr Hermann Gödde, als Vertreter der städteregionsangehörigen Kommunen , in ihren Schlussworten auf.

Weiterhin führte der Aachener Oberbürgermeister aus, dass es notwendig ist, konkrete strategische Zielsetzungen zu formulieren, für deren Zwecke konkret die gemeinsame Wohnungsmarktbeobachtung dienen soll. Hermann Gödde betonte, dass ein bezahlbarer Wohnungsmarkt auch für die wirtschaftliche Entwicklung ein wichtiger Baustein und Standortfaktor ist.

Der Bericht ist auf den Internetseiten der verschiedene Teilnehmerkommunen, so auch auf www.eschweiler.de, zum Download veröffentlicht.