Eschweiler: Wissenschaftsnachwuchs sucht Energie der Zukunft

Eschweiler: Wissenschaftsnachwuchs sucht Energie der Zukunft

Eine Woche lang stand das Thema „Gewinnung regenerativer Energien” beim fünften gemeinsamen „Science Workshop” der Bischöflichen Liebfrauenschule und des Bundesgymnasiums Kufstein im Mittelpunkt. Zehn Eschweiler Schüler der neunten Jahrgangsstufe und sieben österreichische Altersgenossen forschten, experimentierten und diskutierten in Sachen Energieversorgung der Zukunft.

Am Freitag stellten die Nachwuchs-Wissenschaftler nun in der Aula der Liebfrauenschule im Rahmen von Power-Point-Präsentationen vor Mitschülern, Eltern und Lehrern ihre Ergebnisse vor.

„Und diese können sich mehr als sehen lassen”, lobt Lehrer Carsten Gier, der für die Koordination des Workshops verantwortlich zeichnete. So stellten die Schüler sowohl die Vorteile als auch die Hemmnisse der Solarenergie und der Windkraft dar, brachten den zahlreichen Zuhörern in der Aula die Wandlung von chemischer zu elektrischer Energie näher, referierten zur Energiegewinnung durch Grünalgen und berichteten über ihre Exkursion zum „Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt” (DLR) in Köln.

„Die Anforderungen, die in diesem Workshop an die Schüler gestellt werden, sind deutlich höher als die des regulären Unterrichts und bewegen sich mindestens auf Oberstufenniveau. Schließlich soll die Teilnahme auch eine Herausforderung sein”, erklärt Carsten Gier, der die Schüler gemeinsam mit seinen Lehrer-Kollegen Dr. Barbara Busert, Dr. Bernhard Collet, Thomas Wurm und Sebastian Plum betreute.

Breites Programm

Auf Seiten des Bundesgymnasiums Kufstein war Lehrer Walter Huber für die Initiative, die aus dem europäischen Comenius-Projekt entstand, verantwortlich. „Das ursprüngliche Projekt fand ausschließlich auf Lehrerebene statt. Wir haben es dann in die Schule hineingetragen”, erinnert sich der Pädagoge aus Österreich.

Doch nicht nur die Wissenschaft stand während des Besuchs der Kufsteiner auf dem Stundenplan. So lernten die österreichischen Gäste während der Exkursion in das Kölner DLR-Zentrum (am 11. im 11.!) ein besonders prägendes Beispiel rheinischen Brauchtums kennen.

Darüber hinaus wurde Aachen besichtigt und eine Windradanlage in Vettschau inn Augenschein genommen. Referent Dennis Gottschalk vom RWE, das wie die Firma Ford den Workshop unterstützte, brachte die Jungwissenschaftler auf den neuesten Stand in Sachen Elektrofahrzeuge.

„Neben dem Wissenserwerb legen wir auch großen Wert auf den kulturellen Austausch. Unter den Schülern sollen zudem Freundschaften entstehen - und sie sind entstanden”, zieht Carsten Gier auch in dieser Hinsicht ein positives Fazit. Geplant ist, die Kooperation zwischen der Bischöflichen Liebfrauenschule in Eschweiler und dem Bundesgymnasium Kufstein fortzusetzen - beim sechsten „Science-Workshop” 2010 in Tirol.

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