Eschweiler: Wird der Eschweiler Amin Afify „The Voice of Germany“?

Eschweiler: Wird der Eschweiler Amin Afify „The Voice of Germany“?

Einen ganz besonderen TV-Sendetermin sollte man am Donnerstag, dem 2. November um 20.15 Uhr auf Pro7 keinesfalls verpassen. Der aus Eschweiler stammende und mittlerweile in Köln beheimatete Singer und Songwriter Amin Afify trifft bei „The Voice of Germany“ auf die Sound-Coaches Yvonne Catterfeld, Samu Haber, Michi Beck, Smudo und Mark Forster.

Amin war so freundlich und besuchte uns vorab in unserer Redaktion, um ein wenig über sich, seine Songs und die bevorstehende Sendung zu plaudern.

Amin Afify ist Jahrgang 1991, wurde in Kairo geboren und spielt Gitarre, Klavier, Akkordeon und schreibt Songs. In Eschweiler kennt man ihn als ehemaligen Schüler des Städtischen Gymnasiums, als engagierten Mitstreiter in verschiedenen Band-Projekten und jemanden, für den Musik, Kunst und Kultur ganz eng zusammengehören.

Deswegen mag er Mixed Projects ganz besonders: „Für mich ist Musik wie eine Reise. Etwas sehr Lebendiges. Ich spiele genauso gerne kleine Wohnzimmerkonzerte wie auch in größeren Besetzungen. Die Begegnung mit Menschen, die Musik ganz anders wahrnehmen und interpretieren, finde ich spannend.“

Nach Köln habe es Amin Afify vor zwei Jahren, weil die Chancen dort einfach üppiger gesät seien. In der Kölner Musikszene sei es fast täglich möglich, irgendwo live zu spielen. Seine Fangemeinde wächst und das Charakteristische an einem Original-Afify-Song beschreibt er so: „Ich denke, dass man merkt, wie sehr ich mich mit der Musik identifiziere. Ich versuche immer authentisch zu sein. Ich mache Singer-Songwriter-Musik in Richtung Pop, manchmal mit Soul-Elementen. Darin verpacke ich alles, was mich im Leben so beschäftigt. Meine Musik ändert sich mit mir.“

Im Alltag Nottfall-Sanitäter

Amin ist im harten Berufsalltag Notfall-Sanitäter. Ob er glaube, dass auch ein Song Leben retten kann, wollten wir von ihm wissen: „Meinen Job liebe ich und brauche den auch als Ausgleich. Musik kann einen aber durch sehr schwere Zeiten bringen. Das kenne ich. Ich hab mich an Songs festgehalten, wenn es mir mal richtig schlecht ging. Da bin ich mir sicher, nicht der einzige Mensch zu sein, dem es so ergeht.“

„The Voice of Germany“ ist ein Format, das sich im Gegensatz zu anderen Sendungen vor allem durch einen gewissen Qualitätsanspruch auszeichnet. Amin hat nach eigenen Angaben sehr lange darüber nachgedacht, den Schritt dorthin zu wagen: „Ich wollte eine Chance nutzen, mich zu präsentieren und dabei möglichst viele Menschen zu erreichen. ‚The Voice‘ hat einen besonders guten Ruf. Ich wollte etwas riskieren und hab es auch bisher nicht bereut.“

Die Vorproduktion hat Amin doch ein paar Schweißperlen mehr gekostet, als er anfänglich dachte: „Es ist schon eine komische Situation auf einer Bühne mit vier abgewandten Stühlen zu stehen. Irgendwann hab ich mich aber dann doch einfach in die Situation hineinfallen lassen. Ich wusste absolut nicht, was mich erwartet und hab auf mein Bauchgefühl gehört. Es ist einfach ein toller Auftritt. Ganz gleich, ob sich jemand für Dich umdreht oder nicht.“

Erstaunlich fand der Musiker die technische Vorbereitung auf die Sendung: „Man hat sich auf einer sehr persönlichen Ebene um uns alle gekümmert. Gleich ob die Mitarbeiter aus der Maske, die vielen Assistenten von Licht bis Ton oder die Vocal Coaches. Es war eine unglaublich professionelle und schöne Stimmung am Set. Da hab ich eine Menge gelernt.“

Nicht das Ende aller Dinge

Natürlich ist ein solcher TV-Auftritt ein Höhepunkt, aber auch nicht das Ende aller Dinge. Wie geht´s weiter, wollten wir von Amin wissen. „Mein allererster Gedanke dreht sich natürlich ums Weiterkommen. Es werden hoffentlich superviele Menschen an den Bildschirmen zuschauen, die mich dann auch in den Sozialen Netzwerken weiterbegleiten können.“

Mit Popularität umzugehen bereitet dem jungen Singer-Songwriter keine Probleme: „Anerkennung und respektvollen Umgang mit den Fans ist für mich wichtig. Schließlich haben mir meine Fans es ermöglicht, dort zu stehen, wo ich hingelangt bin.“ Und die Fan- Zahlen könnten nach dem Auftritt bei „The Voice“, wo Amin mit einem R'n'B-Song zur Gitarre auftreten wird, gehörig in die Höhe schnellen.

YouTube-Channel, Musikvideos, Auftritte und Bandprojekte — die musikalische Reise für Amin Afify geht auf alle Fälle weiter. Natürlich wissen wir noch nicht, wie das Abenteuer „The Voice of Germany“ für ihn ausgehen wird, aber genau das ist der Grund, warum man am 2. November mal einen TV-Abstecher machen und dem sympathischen Amin Afify die Daumen drücken sollte.

Mehr von Aachener Zeitung