Eschweiler: „Wir lassen sie nicht alleine in dieser schweren Zeit”

Eschweiler: „Wir lassen sie nicht alleine in dieser schweren Zeit”

Das Thema Brustkrebs ist ein sensibles Thema, das aber leider zahlreiche Frauen betrifft. Damit sie sich nicht alleine fühlen, stehen ihnen viele Helfer zur Seite. Und auch der Brustaktionstag „Von Frauen für Frauen”, der jährlich vom Euregio-Brust-Zentrum (EBZ) organisiert wird, gehört zu einer wichtigen Stütze.

Dort bekommen die Frauen Hilfe für ihr Wohlbefinden und sie sehen, dass sie nicht alleine sind. Der Brustaktionstag findet immer im Oktober statt - dem Brustkrebsmonat. Im Elisabethheim des St.-Antonius-Hospitals standen verschiedene Aussteller den Frauen zur Verfügung, um jede Frage zu beantworten.

Das Sanitätshaus Classen, Orthopädie und Sanitätshaus Dreschers, Fendel und Keuchen, Sanitätshaus Koczyba, Dohmen Zweithaar Studio, Salon Thomas, Uschi Crumbach sowie die medizinische Brustpigmentierung Skalabina versuchten jede Betroffene individuell zu beraten und hilfreiche Tipps mit auf dem Weg zu geben. Und auch die Damen der Selbsthilfegruppe Lichtblick waren für jedes Gespräch offen.

Zusätzlich stand den Betroffenen das EBZ-Leitungsteam zur Verfügung. Dr. Frank Spickhoff, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Privatdozent Dr. Peter Staib, Chefarzt der Klinik für Onkologie, und Dr. Anastasia Fleuster, Netzkoordinatorin und Oberärztin im EBZ, eröffneten den Nachmittag und sprachen den Frauen Mut zu. Außerdem hielt Dr. Peter Staib einen Vortrag zum Thema: Nebenwirkungen der Behandlung bei Brustkrebs - was erwartet mich und was kann ich tun?

Im Anschluss folgte eine Modenschau. Betroffene Frauen führten Bademoden und Dessous der Sanitätshäuser vor und zeigten, dass die Damen durchaus nach einer Operation und Amputation moderne Sachen trotz Prothese tragen können. Mit der Vorführung von aktuellen Trends bekamen die Frauen die Zuversicht, dass die sich immer noch weiblich fühlen können. Karin Lancier von der Firma Anita moderierte die Modenschau und gab zusätzlich wichtige Tipps für die Pflege und den Tragekomfort. Außerdem stellten verschiedene Zweithaarspezialisten die Vielfalt an Perücken und Kopftüchern dar.

Den Brustaktionstag nehmen die betroffenen Frauen immer wieder gerne an. „In einem geschützten Rahmen können sie Fragen stellen, die sie sich sonst nicht trauen”, erklärt Birgit Meiser. Die Breast Care Nurse organisiert die Aktion im Elisabethheim jedes Jahr und freut sich, dass viele Frauen das Angebot annehmen. „Hier geben Frauen Tipps, Hilfe und Hintergrundinformationen an Frauen weiter. Und auch die betroffenen Damen, die die Modenschau mitmachen, setzten ein Zeichen, dass sie gemeinsam stark sind. Wir lassen sie nicht alleine in dieser schweren Zeit.” Auf ihrem Weg, den sie noch vor sich oder auch schon hinter sich haben, erreicht die Frauen viel Unterstützung.

Zum Ende der Veranstaltung bekamen die Besucher noch ein Geschenk. Ein kleines Bärchen soll die Frauen in der Zukunft an die Hoffnung erinnern. Sie sollen sich ebenso ein dickes Fell aneignen, wie das Bärchen - denn sie müssen sich nicht verstecken.

Mehr von Aachener Zeitung