Eschweiler: Werksbesichtigungen helfen bei der Integration

Eschweiler: Werksbesichtigungen helfen bei der Integration

Seit der Unterbringung von Flüchtlingen in der Severinstraße in Weisweiler und in den Wohnbereichen des RWE-Kraftwerks betreuen ehrenamtliche Helfer die Flüchtlinge dort. Zur Zeit werden 25 Frauen und Männer in Ergänzung zu den Volkshochschulkursen gefördert, die deutsche Sprache zu erlernen beziehungsweise zu verbessern.

Die Flüchtlinge kommen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, einige wenige aus Staaten Afrikas. Initiiert wurde dieses Projekt vom Kinderschutzbund Eschweiler. Diese Organisation unterstützt finanziell diese Maßnahme, um Bücher und andere Hilfsmittel bereit zu stellen.

Die ehrenamtlichen Helfer stehen den Asylsuchenden auch bei Behördengängen, Arztbesuchen und der Wohnungssuche zur Seite, insbesondere denjenigen, die die deutsche Sprache noch nicht genügend beherrschen.

Damit diese vorwiegend jungen Menschen ihr Wohnumfeld etwas kennenlernen, konnten bisher zwei Werksbesichtigungen durchgeführt werden. Zuerst wurde ihnen die Möglichkeit geboten, im RWE-Kraftwerk durch Informationen und einen Rundgang zu erkunden, woher der Strom in der Steckdose kommt und wie er produziert wird.

Bei einer anderen Gelegenheit erfuhren sie in der Müllverbrennungsanlage in Weisweiler einiges über die sechs Stationen von der Anlieferung bis zur Beseitigung unserer Abfälle.

Schwerpunkt der Betreuung ist aber die Sprachvermittlung. Um Unterricht in möglichst kleinen Gruppen durchführen zu können, werden zusätzliche Helfer gesucht. Schulpädagogische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Interessenten sind eingeladen, sich im Pfarrheim der St.-Severin-Kirchengemeinde an der Severinstraße in Weisweiler dienstags oder donnerstags zwischen 9.15 und 12 Uhr zu informieren.

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