Eschweiler: Wer baut das 18-Millionen-Hotel am Blausteinsee?

Eschweiler : Wer baut das 18-Millionen-Hotel am Blausteinsee?

Tut sich bald etwas am Blausteinsee? Seit Jahren ist geplant, das anno 2000 offiziell eröffnete Freizeitzentrum im Norden von Dürwiß durch einen Hotelbau nicht nur für Tagesbesucher, sondern auch für Feriengäste attraktiver zu machen.

Jetzt startet die Blausteinsee-GmbH als Eigentümerin des Areals einen neuen Vorstoß. Gemeinsam mit der „5P-Hotel“-Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft — einem Zusammenschluss von fünf regionalen Unternehmen — will die GmbH oberhalb des Sees eine Hotelimmobilie entwickeln und vermarkten.

Vom Eschweiler Architekturbüro Scholl stammen die Pläne zu dem 150-Zimmer-Tagungs-und Freizeithotel am Blausteinsee. Seit gestern versuchen die Initiatoren auf der internationalen Fachmesse Expo Real in München einen Investor und Betreiber für das 18-Millionen-Euro-Projekt zu finden. Fotos/Animationen: Scholl.

Ein Projekt, das Formen annimmt: Im Rahmen einer Präsentation der Industrie- und Handelskammer Aachen stellen Bürgermeister Rudi Bertram und Eschweilers Technischer Beigeordneter Hermann Gödde, Geschäftsführer der Blausteinsee-GmbH, das Projekt derzeit auf der Expo Real in München vor. In der Hoffnung, einen Investor für das Vorhaben zu finden.

Der bereits vorhandene Kreisel soll als Hotelvorfahrt dienen. Rechts der Restaurant- und Barbereich mit Blick auf den See.

Auf der Messe Expo Real in München präsentieren mehr als 1900 Aussteller aus mehr als 30 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Immobilienwirtschaft. Das Spektrum umfasst Immobilienberater und Projektentwickler, Banken und Investoren, Corporate Real Estate Manager, Städte und Wirtschaftsregionen sowie Dienstleister rund um die Immobilie.

Wellness und Gastronomie

Hier wollen die See-GmbH und Hotelentwickler den Investor und Betreiber für ein Vier-Sterne-Hotel mit rund 40.000 Quadratmetern Nutzfläche finden.

Das Eschweiler Architekturbüro Scholl hat das Projekt entworfen, das sich oberhalb des Seezentrums um den dortigen Kreisel, der dann als Hotelvorfahrt dient, gruppieren soll. Rund 18 Millionen Euro soll das Tagungs- und Freizeithotel kosten, das wochentags Geschäftskunden zu Tagungen sowie Meetings und Geschäftsessen anzieht, aber auch Urlauber, die die Tourismusregion Aachen erkunden möchten, bei Kurzurlauben sowie an Wochenenden beherbergt.

Viele Standortvorteile

150 Zimmer unterschiedlicher Größe mit Terrassen oder Balkonen soll es haben, dazu einen großen Tagungsbereich, Spa- und Wellnessangebote und einen gehobenen Gastronomiebereich. An der seeabgewandten Seite sind Stellplätze vorgesehen. Stadt, Entwickler und See-GmbH sehen gute Chancen, dass das Vorhaben Interessenten findet. Schon jetzt, so erklärt Hermann Gödde, seien „bereits erste Gespräche mit großen Hotelbetreibern und Investoren vielversprechend geführt worden“.

Dabei spielt vor allem die Lage des Projekts den Entwicklern in die Hände: „Der Blausteinsee, geografisch zwischen den Messestädten Köln, Düsseldorf und Aachen in Grenznähe zu den Niederlanden und Belgien gelegen, eignet sich sowohl als Tagungsstandort, als auch als Ausgangspunkt um die Grenzregion rund um Aachen kennenzulernen.

Der naheliegende Golfplatz Haus Kambach, die Nähe zur malerischen Eifel mit dem Nationalpark und den belgischen Ardennen sowie die gute Anbindung an das überörtliche Verkehrsnetz mit vier Autobahnanschlüssen in unmittelbarer Nähe ist ein absoluter Standortvorteil für das Hotelprojekt“, wirbt der See-Geschäftsführer. Last not least sind natürlich die Freizeitmöglichkeiten am und auf dem See selbst ein wichtiger Standortvorteil und machen den Blausteinsee zu einer der Hauptfreizeitattraktionen der Stadt Eschweiler wie auch der Region.

Dennoch ist es bislang nicht gelungen, vorhandene Hotelideen hier umzusetzen. Das soll nun anders werden. Nach wie vor im Gespräch sind auch Pläne, entlang der Talkante am Südufer des Sees, östlich des geplanten Hotelkomplexes, Ferienapartments zu errichten.