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Eschweiler: Wenn treue Gefährten auf der Straße landen

Eschweiler : Wenn treue Gefährten auf der Straße landen

Zu Beginn sind sie noch putzig, doch irgendwann werden sie vielen zur Last: Haustiere. Wenige Wochen nach Weihnachten, wenn die Geschäfte die Umtauschwelle bereits überstanden haben, dann herrscht im Aachener Tierheim, das auch für Eschweiler zuständig ist, Hochbetrieb.

Die Indestädterin Sandra Jungbluth kennt diese Wegwerfmentalität, arbeitet sie doch ehrenamtlich als Patin in der Einrichtung. 83 Haustiere wurden im vergangenen Jahr in Eschweiler auf die Straße gesetzt: vom Schäferhund bis hin zur Schildkröte. „Tiere gehören einfach nicht unter den Tannenbaum”, sagt die Dürwisserin.

60 Hunde befinden sich zurzeit im Tierheim „Im Feldchen” in Aachen. Dorthin wurden sie gebracht - manche von den Herrchen selbst. „Das ist immer der bessere Weg”, betont Sandra Jungbluth. Haustiere finden sich nämlich in der freien Wildbahn nur schlecht zurecht. Darum sollten die Tiere auch direkt nach Aachen gebracht werden.

Schäferhund Sam gehört dazu - aus Zeitmangel musste ihn die Eschweiler Familie abgeben. Er musste wie alle anderen Hunde dort zahlreiche Stationen durchlaufen, denn jeden Neuankömmling nimmt zunächst der Tierarzt unter die Lupe.

Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter vertreiben den Insassen im Tierheim die Einsamkeit. Sandra Jungbluth zählt ebenfalls dazu. Sie kümmert sich um zwei Hunde und steht als „Katzenkuschlerin” zur Verfügung.

Geöffnet ist das Tierheim „Im Feldchen” montags, dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 14 bis 18 Uhr. Für Paten gelten zusätzliche Zeiten, um auch Berufstätigen den Besuch ihrer Schützlinge zu ermöglichen. Das Büro ist unter 0241/154676 zu erreichen.