Eschweiler-Weisweiler: Weisweiler Karnevalsgesellschaft verwöhnt ihre feierfreudigen Gäste

Eschweiler-Weisweiler: Weisweiler Karnevalsgesellschaft verwöhnt ihre feierfreudigen Gäste

Fünf Stunden pures karnevalistisches Vergnügen — dies bot die KG Lätitia Blaue-Funken-Artillerie Weisweiler den Besuchern ihrer Sessionseröffnung in der Festhalle Weisweiler. Ob Musik, Tanz oder Büttenrede, ob eigene oder fremde Kräfte, erneut fand die Traditionsgesellschaft die richtige Mischung und begeisterte das Publikum mit einem vielseitigen Programm.

Neben bester Unterhaltung für die Gäste hatte Präsident Marcel Römer auch an die eigenen Mitglieder gedacht. So beriefen er und Uwe Müller, stellvertretender Ehrenratsvorsitzender, gleich nach dem Einmarsch auf die Bühne Dieter Schieren und Markus Haak zu Ehrensenatoren. Auch Hans Lövenich, der früher Schatzmeister der Lätitia war, wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt. „Jede KG ist nur so stark, wie die kleinen Rädchen, die im Hintergrund arbeiten“, sagte Marcel Römer.

Und so zeichnete er auch Thomas Felber und Guido Huke mit dem goldenen Stern der KG aus und ernannte Herbert „Sepp“ Geschwendt zum Ehrenmitglied. Im Laufe des Abends wurden überdies noch das ehemalige Tanzmariechen Stefanie Kemper und der ehemalige Präsident Karl-Heinz Kamm offiziell verabschiedet und für ihre Verdienste um die Lätitia geehrt. Claudia Wagemann und Ottmar Krauthausen wurden für 40 und 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Den Beginn im offiziellen Programm machte wie immer der blau-weiße Funkenblock, der bereits beim Einmarsch ein wunderschönes Bild abgab. Ein schnelles Stippeföttchen und schon war es Zeit für Alina Brosius, die neue Marketenderin der Blauen Funken Weisweiler. Ohne Lampenfieber wirbelte sie über die Bühne und erntete viel Applaus. Auch das neue Tanzpaar, Melissa Ferreira da Silva und Manuel Krauthausen, begeisterte.

„Ne Schwaadlappe“ Hermann Rheindorf freute sich, dass er „an diesem Abend auch da sein muss“ und erzählte von seiner Frau, den Nachbarn und Freunden. Sein Arzt attestierte ihm beispielsweise, dass er drei Wochen ohne Gehirn auskommen könne, schließlich funktioniere das bei den Angestellten der Eschweiler Stadtverwaltung auch. Büttenredner Martin Schopps dagegen hatte Anekdoten aus seiner eigentlichen Tätigkeit als Lehrer mit im Gepäck. So bestünden die Sätze seiner Schüler zum Beispiel nicht aus Subjekt, Prädikat und Objekt, sondern aus Subjekt, Prädikat und Beleidigung.

Die eine oder andere scharfe Bemerkung hatte später am Abend auch Comedian Guido Cantz auf den Lippen. Er sorgte unter anderem mit Bemerkungen zum VW-Skandal und Stefan Effenberg für Lachtränen im Publikum. Auch den einen oder andern Hieb in Richtung Bruni Pchalek, der Damenpräsidentin der KG Lätitia Blauen Funken Weisweiler, konnte er sich nicht verkneifen. Als Wiedergutmachung überreichten Cantz und der Vorsitzende der Lätitia, Georg Auzinger, ihr einen Präsentkorb für 44 Jahre Mitgliedschaft im geschäftsführenden Vorstand.

Was das Tänzerische anging, so setzten die Blauen Funken Weisweiler ganz auf ihre Eigengewächse: Beim Auftritt der Husarentanzgruppe Höppe Kroetsch flog so manche Tänzerin durch die Luft und ließ beim Publikum den Atem stocken. Die Showtanzgruppe Blue Dance Girls legte eine flotte Sohle aufs Parkett und begeisterte auch dieses Jahr mit sexy Kostümen. Als Gastgesellschaft drückte die Narrengarde Dürwiß der Sessionseröffnung in Weisweiler ihren Stempel mit einem kleinen Programm auf.

Neben dem Augen- gab es auch reichlich Ohrenschmaus. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Micky-Brühl-Band, De Boore aus Aachen und der Trompetensound „Die Weisweiler“. Ob „Zo Foß noh Kölle jonn“, „Fastelovend am Strand“ oder „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“ bei den Auftritten aller drei Musikgruppen zeigte sich das Weisweiler Publikum textsicher, so dass viele Lieder direkt mitgesungen wurden. Und gefeiert wurde sogar noch ein bisschen länger.

(zsa)
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