Eschweiler: „Weisweiler im Wandel”: Ergebnisse des Projekts vorgestellt

Eschweiler: „Weisweiler im Wandel”: Ergebnisse des Projekts vorgestellt

Die Ergebnisse des Studienprojekts „Weisweiler im Wandel” haben die Mastergang-Studenten um die gebürtige Weisweilerin Prof. Dr. Hildegard Schröteler-von Brandt von der Universität Siegen jetzt den Bürgern und den Mitgliedern des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses vorgestellt.

Seit Oktober hatten die zehn Studenten Ideen und Perspektiven für den Ortsteil entwickelt. Nun präsentierten sie vier unterschiedliche Ansätze für ein Stadtteilentwicklungskonzept.

„Wegweiser Weisweiler”

Das Konzept „Wegweiser Weisweiler” soll mit wenigen Mitteln realistische Perspektiven aufzeigen. Das erklärte Ziel ist dabei ein „lebendiger und naturnaher” Ortsteil. Um das zu erreichen, soll das bereits vorhandene Potential genutzt und mit gezielten Maßnahmen aufgewertet werden.

Zu den wichtigsten Bausteinen gehört dabei die Idee „Die drei Plätze für Weisweiler”. Der Frankenplatz würde umgestaltet und zur „Kulturellen Mitte”. Der neue Lindenplatz würde zur „Sozialen Mitte” mit Generationenwohnen, sozialer Infrastruktur und Geschäften. Den Indeplatz wollen die jungen Planer mit Bahnhof, neuem Schützenhaus und einer Fußgängerbrücke zur „Mobilen Mitte” machen. Durch das Aufstellen eines einheitlichen Schilder- und Orientierungssystems sollen die verschiedenen Projektideen miteinander verbunden und „eine ganz besondere Identität” geschaffen werden.

„Wohnen in Weisweiler. . .”

„Wohnen in Weisweiler weitergedacht...” ist der Titel eines anderen Konzepts. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung des Ortsteils als Wohnort. Neuer Wohnraum soll geschaffen und Zentren und Treffpunkte für die Bürger entwickelt werden. Dazu gehören auch die Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten und die Schaffung von Naherholungsgebieten an der Inde.

Die Studenten empfehlen ein „Potentialflächenkataster” unter städtischer Regie anzulegen, mit dessen Hilfe Flächen für die Wohnraumentwicklung lokalisiert werden können. Gedacht ist auch an die Einrichtung eines Jugendzentrums in der Alten Feuerwache und die vermehrte Nutzung der Schützenwiese für Veranstaltungen wie Stadtteilfeste und einen Weihnachtsmarkt.

„Natürlich in Weisweiler”

Das Konzept „Natürlich in Weisweiler” will den Stadtteil ebenfalls als Wohnstandort stärken. Unter den Schlagworten „Energieroute”, „Verkehrsnetz” und „Naturkultour” sollen Mängel beseitigt und ein Erneuerungsprozess in Gang gesetzt werden. Auf dieser „Energieroute” entlang der Hauptstraße und der Lindenallee würden dann unter den Namen „Energiesiedlung”, „Energiequartier”, und „Energiesenioren” neue Wohnkomplexe entstehen. Das „Verkehrsnetz” soll bereits vorgenommene Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung unterstützen und das Angebot der Parkflächen verbessern.

Die „Naturkultour” schließlich will die bereits vorhandenen, aber auch die neu zu erschließenden kulturellen und natürlichen „Schätze von Weisweiler” und seiner benachbarten Ortsteile, Wilhelmshöhe und Hücheln, miteinander verknüpfen.

Das vierte Konzept trägt den Titel „Zusammenhandeln statt Einzelnhandeln”. Die wichtigsten Maßnahmen konzentrieren sich dabei auf die Stärkung des „Rückgrats”, welches vom Frankenplatz über die Hauptstraße bis zum neuen Lindenplatz führt. Die Schlagworte heißen hier: Gemeinschaft, Öffentlicher Raum, Einzelhandel sowie Bauen und Wohnen. Vorgesehen ist, den Handel durch die Einführung einer Treuekarte zu stärken, Aktionstage zu veranstalten, ein Design für einen einheitlichen Geschäftsauftritt zu entwickeln und mit Kunstaktionen Aufmerksamkeit zu erregen.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Ansiedlung eines Discounters auf dem Tankstellengrundstück an der Hauptstraße. Um die Hauptstraße nachhaltig als Einzelhandelsstandort zu sichern, wird diese von dem neuen Lindenplatz und dem Frankenplatz umklammert. Um das Ortsbild zu optimieren, wird außerdem eine Gestaltungsfibel für Fassaden und öffentliche Plätze vorgeschlagen.

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