Eschweiler: Weihnachtskonzert der Liebfrauenschule: „Nun freut euch ihr Christen“

Eschweiler: Weihnachtskonzert der Liebfrauenschule: „Nun freut euch ihr Christen“

Freude zu teilen ist ansteckend. Sie in Gemeinschaft zu erleben, vervielfacht das Hochgefühl. Das Weihnachtskonzert der Bischöflichen Liefrauenschule, das wieder einmal große Anzahl von Zuhörern in die absolut vollbesetzte Pfarrkirche St. Marien lockte, bot in dieser Hinsicht ein grandioses Beispiel.

In der wunderbaren Atmosphäre des Gotteshauses zelebrierten alle Mitwirkenden ein Musikfest und füllten den Konzerttitel „Nun freut euch ihr Christen“ mit Leben. Unter der Gesamtleitung von Ralf Repohl präsentierten die Liebfrauenschüler von der Unter- bis zur Oberstufe ein Programm, das in seiner Vielfältigkeit und optimistischen Botschaft den Sinn der Advents- und Weihnachtszeit grundsätzlich erfasste.

Berührend: Zoe Hurtado (links) und Greta Mauermann entführten das Publikum in Philipp Dittberners „Kleine Welt“ und überbrachten mit „We wish you a merry Christmas“ zweisprachige Weihnachtsgrüße.

Eindrucksvoll gestaltete das Bläserensemble die Konzerteröffnung mit bewegenden Interpretationen von „Komm der Völker Heiland“ und „Maria breit den Mantel aus“. Der vielstimmige „6er-Unterstufenchor“ stellte sein anspruchvolles Repertoire, das von der Weise „Lieb Nachtigall, wach auf!“ über den dreistimmigen Kanon „Merry Christmas Circle“ bis zu „African Noel“ reichte, mit ansteckender Begeisterung vor.

Die Sängerinnen und Sänger des Oberstufenchors „Chorrect“ brillierten unter der Leitung von Professor Michael Hoppe einerseits mit zahlreichen Soloeinlagen, präsentierten sich unter anderem mit dem „Nachtlied“ aber auch und vor allem als starke Einheit.

Auch die Instrumentalisten Jonas Krahl (Saxophon), Caroline Weiland (Klarinette) und David Peters (Schlagzeug) forderten den lautstarken Applaus des Publikums heraus. Dieses belohnte den mitreißenden Auftritt des Gesangsquartetts Tade Schäfer, Celina Fleck, Torben Best und Julian Grundig, das mit „Heal the world“ einen eindringlichen Appell an alle Menschen richtete, mit berechtigten Ovationen.

Impuls des Schulseelsorgers

Wunderbar eingebettet in die herrlichen Gesangs- und Instumentalklänge platzierte Frank Klinkenberg seine Gedanken zum anstehenden Weihnachtsfest: „Gott wird Mensch. In einem Kind.

Er wird in konkrete Geschichte hineingeboren, so dass Gott und die Menschen nicht mehr auseinander zu dividieren und gegeneinander auszuspielen sind. Gott wohnt unantastbar im Menschen. Freut euch angesichts dieses Ausdrucks menschlicher Würde“, so der Impuls des Schulseelsorgers, der seiner Hoffnung im Hinblick auf das Potential, das die Freude der Weihnacht in sich berge, Ausdruck gab.

Augenblicke später stimmten alle Konzertteilnehmer und -gäste den Weihnachtsklassiker „Nun freut euch, ihr Christen“ („Adeste Fideles“) an und sorgten für einen weiteren „Gänsehautmoment“. Zuvor hatte bereits der zwölfstimmige Lehrerchor unter der Leitung von Ralf Repohl mit „Fröhliche Weihnacht überall“ einen gesanglichen Wunsch überbracht, dem sich das feingliedrige französische Lied „Il est né, le devin Enfant!“ anschloss.

Eineinhalb Stunden waren wie im Flug vergangen, als der „6er-Unterstufenchor“ und das Oberstufen-Ensemble „Chorrect“ mit „Deck the hall with boughs of holly“ den prächtigen musikalischen Schlusspunkt unter ein Konzert setzten, das seinem Titel vollauf gerecht wurde. „Nun freut euch ihr Christen!“

(ran)