Weihnachtsaktion der Eschweiler Zeitung und Nachrichten

Start der Aktion Wunschzettel : Leser können 62 Senioren ein Weihnachtsfreude bereiten

Die Eschweiler Lokalredaktion startet wieder ihre traditionelle Weihnachtsaktion „Wunschzettel“ und bittet um tatkräftige Unterstützung. Seit 1984 deckt sie mit Hilfe der Leser den Gabentisch für ältere Menschen. Partner in diesem Jahr ist das Senotel in Eschweiler.

Mit unserer Aktion möchten wir Senioren, die ihren Lebensabend in einer Senioreneinrichtung verbringen, eine Weihnachtsfreude bereiten. Eine Aktion, mit der wir seit vielen Jahren immer wieder den Bewohnern von Seniorenheimen in Eschweiler zur Weihnachtszeit deutlich machen, dass sie nicht vergessen sind: indem sie den Frauen und Männern Wünsche erfüllen, für deren Verwirklichung das eigene Taschengeld meist nicht reicht.  In diesem Jahr möchten wir den Bewohnern der Senioreneinrichtung Senotel an der Englerthstraße  eine Freude bereiten.

Auch wenn viele Senioren von ihren Familien auch weiterhin liebevoll umsorgt werden, so gibt es doch viele Menschen, die niemanden mehr haben oder selten Besuch erhalten. Hinzu kommt, dass eine Heimunterbringung nicht unerhebliche Kosten mit sich bringt. Da fehlt oft nicht nur die menschliche Nähe, sondern auch das nötige Kleingeld, um sich mal etwas Besonderes zu leisten.

Das Senotel besteht seit 1986. Dem zweistöckigen Stammhaus an der Englerthstraße wurde 1992 ein Neubau (Indepromenade) über vier Etagen angegliedert. Die beiden Gebäude werden durch einen Wintergarten miteinander verbunden. Insgesamt umfasst die Anlage 44 Einzelzimmer und neun Doppelzimmer, alle  mit barrierefreien  Bädern.

101 Jahre alte Bewohnerin

Heute verbringen 62 Bewohner,  50 Frauen und 12 Männer ihren Lebensabend im Senotel. Die älteste Bewohnerin zählt 101 Lenze, der älteste Bewohner 92 Jahre. Bei den heute geltenden Pflegegraden von 1 bis 5,  anstelle der sich noch in aller Munde befindenden Pflegestufen von 1 bis 3,  hat das Senotel  ein ausgewogenes Verhältnis in der Belegungsstruktur. 58  Prozent  der Bewohner haben Pflegegrad 3 und 4. Der Anteil der Empfänger von Sozialleistungen, die mit einem Taschengeld von 112,32 Euro auskommen müssen, liegt bei etwa 60 Prozent.

Das Senotel an der Englerthstraße ist Partner unserer Weihnachtsaktion Wunschzettel. Dort verbringen zurzeit 62 Senioren ihren Lebensabend. Foto: Irmgard Röhseler

Darüber hinaus sind weitere 20 Prozent der Bewohner auf Pflegewohngeld angewiesen, um die Heimkosten zahlen zu können. Die Kosten eines Heimplatzes im Doppelzimmer liegen in der Einrichtung bei zurzeit 2050 Euro nach Abzug des Pflegekassenanteils in den Pflegegraden 2 bis 5. Da bleibt den meisten Bewohnern nur noch ein kleines Taschengeld, das schnell aufgebraucht ist. Mit diesem geringen Betrag ist für Extrawünsche nicht viel drin. Dinge, die den Menschen noch einmal ein besonderes Lebensgefühl geben, bleiben meist unerfüllt. Die nötigsten persönlichen Bedürfnisse wie Körperpflegemittel, Friseurbesuche, Fußpflege, Schuster- und Schneiderkosten sowie Bekleidung lassen das Portemonnaie schnell leer werden.

Im Jahr 2016 hat die Alloheim Ago-Unternehmensgruppe das Senotel vom damaligen Betreiber  Peter Mostert übernommen. Die Leitung liegt heute  in den Händen von Irmgard Lammertz. Ihr zur Seite stehen Achim Stiebert als Pflegedienstleiter und Gesine Stegemann (Leiterin des Sozialen Dienstes) sowie die zahlreichen Mitarbeiter, die sich um die Bewohner kümmern. Von den etwa 70 Mitarbeitern, darunter allein 38, die im Pflegebereich tätig sind. Acht Mitarbeiter sind in der Betreuung und im Sozialen Dienst beschäftigt, jeweils neun in der Küche und in der Hauswirtschaft. Zum Team gehören auch ein Haustechniker und drei Verwaltungsmitarbeiter.

Wir freuen uns wieder auf die tatkräftige Mithilfe unserer Leser und hoffen darauf, dass unsere Aktion Wunschzettel wieder erfolgreich ist und Senioren zum Strahlen bringt. Der aktuelle Wunschzettel wird täglich in unserer Printausgabe veröffentlicht. Wer dabei sein möchte, kann sich ab 9.30 Uhr unter Tel. 5554934 melden. Doch bevor Sie sich einen Senior bzw. eine Seniorin aussuchen, klären Sie unbedingt mit uns vorher ab, ob der Wunsch noch frei ist.

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