Eschweiler-Pumpe-Stich: Waldschüler beweisen eindrucksvoll: „Musik verbindet“

Eschweiler-Pumpe-Stich : Waldschüler beweisen eindrucksvoll: „Musik verbindet“

Ein Haus voller Talente: Das ist die Waldschule eigentlich immer. Beim Musikabend, liebevolle zusammengestellt von Lehrerin Gisela Freialdenhoven, war sie es ganz besonders. Ob in der Band, als Chor oder im Solo: In zig Varianten zeigten die Heranwachsenden, was sie können.

Vor allem Eltern hatten sich im Pädagogischen Zentrum (PZ) der Gesamtschule im Stadtteil Pumpe-Stich versammelt, um sich vom Können der Sprösslinge zu überzeugen. Die folgten einer Idee ihrer Lehrerin und führten als Moderatoren-Quartett ihre Zuhörer selbst durchs rund zweieinhalbstündige Programm. Nico, Sherina, Jana und Heide bekannten auch in ihrer ersten Conference, um was es ihnen und ihren Mitstreitern auf der Bühne geht: „Musik verbindet.“ Diesen Geist haben sie und die anderen Waldschüler durch ihre Auftritte überzeugend bekundet.

Mehr oder minder klassisch

Das Repertoire? Bunt wie das Leben in und um die Klassenzimmer. Mehr oder minder klassische Pop-Hits wie „Tage wie diese“ der „Toten Hosen“ und „Alles nur geklaut“ von den „Prinzen“, durch die Band „No Name“ im Einklang mit dem Schulchor und anderen Beteiligten dargeboten, bildeten eine feste Säule im Programm. Und jede neue Nummer bewies, dass Swing und Groove den Junioren nicht fremd sind. Musikalität und Stimmung — alles passte an diesem Abend.

Trotz dieser harmonischen Gesamtleistung gab es Auftritte, die positiv herausstachen. Michel Mordant von der Musikschule in Eschweiler etwa hatte 2017 das Projekt „Stomp At Schoos l“ in Gang gebracht. Bis heute ist die Energie, die daraus erwachsen ist, nicht zum Stillstand gekommen. So ließen der niederländische Perkussionist und seine Mitstreiter die Luft im PZ vibrieren — mit gefüllten Röhren, Eimern und allerlei anderen in eigener Handarbeit zu Musikinstrumenten umfunktionierten Requisiten des Alltags.

Mordant blieb auch über den „Stomp“-Block hinaus auf der Bühne sehr präsent. Denn über das Projekt hinaus hat er in der Schule zahlreiche Talente für seine Instrumente aufgespürt und trainiert. Die können sich alle hören lassen und brauchen das Publikum nicht zu scheuen. Emily Greven am Xylophon, Laurenz Schröder und die anderen jungen Leute aus Mordants Talentschuppen bewiesen es ihren Zuhörern mit flinken Händen und einer quicklebendigen Musikalität.

(ch)