Eschweiler: Vortrag: Neue LED-Glühbirnen und Kochen mit geschlossenem Deckel

Eschweiler : Vortrag: Neue LED-Glühbirnen und Kochen mit geschlossenem Deckel

Hilfreiche Tipps und Vorschläge konnten die Teilnehmer während der Informationsveranstaltung zum bundesweiten Projekt „Stromsparcheck Kommunal“ mitnehmen. Zu diesem Vortrag hatten der Deutsche Caritasverband (DCV) und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Eschweiler für den vergangenen Mittwoch eingeladen.

Die Besucher verfolgten interessiert die Ausführungen von Referent Zaffer Sahan, der ihnen den Stromsparcheck ausführlich erläuterte. „Der Stromsparcheck verläuft in drei Phasen. Zu Beginn erhalten Haushalte mit geringem Einkommen von Stromsparhelfern eine kostenlose Beratung. Anschließend analysieren sie mit Hilfe der Energie- und Wasserkosten-Abrechnung den Strom- und Wasserverbrauch. Bei einem zweiten Besuch stellen unsere Mitarbeiter die Ergebnisse sowie individuelle Energieberichte vor und setzen sie in Kenntnis, wie sie weitere Einsparungen erreichen können.

Nach einem Jahr kann sich der Haushalt erneut von der Caritas beraten lassen. Dabei vergleichen die Verantwortlichen die errechneten und tatsächlichen Einsparungen anhand der dann aktuellen Energie- und Wasserkostenabrechnungen. Wir haben das Projekt so ausgeweitet, dass sich Haushalte mit Transferleistungen, wie beispielsweise Arbeitslosengeld- oder Kindergeldbezieher, bei ihrem lokalen Standort anmelden können.“

Die Finanzierung übernehmen der DCV und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands seit dem Beginn des Projekts 2008. Laut Zaffer Sahan konnten mit Hilfe der Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) bereits 440 Millionen Kubikmeter Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart und 250 000 Haushalte erreicht werden.

Anhand von praktischen Beispielen erklärte der Referent, wie die Besucher den Verbrauch von Strom und Wasser in ihren Haushalten verringern können. „Mittels LED-Glühbirnen aus dem Baumarkt zum Beispiel können Sie 90 Prozent Beleuchtungsenergie einsparen oder sie kochen Nudeln mit geschlossenem Deckel und sparen somit 20 Prozent Strom. Es sind Kleinigkeiten, die aber für die nachfolgenden Generationen und für den eigenen Geldbeutel entscheidend sind“, meinte der Referent. Die Zuhörer staunten über die verschiedenen Möglichkeiten des Energiesparens und erhielten Antworten auf ihre individuellen Fragen.

Kostenlose Beratungen

„Während des zweiten Termins erwartet die Bewohner ebenfalls ein Gutschein für einen neuen Kühlschrank im Wert von 150 Euro vom Bund, wenn dieser mindestens zehn Jahre alt ist. Neue Bauteile im Wert von 70 Euro montieren die Berater kostenlos und insgesamt müssen die Anwohner einen Eigenanteil von 50 Euro für neue Geräte zahlen,“ berichtete der Experte. „Es gibt drei Gewinner: Ehemalige Langzeitarbeitslose lassen sich von professionellen Energieberatern zu qualifizierten Stromsparhelfern ausbilden.

Dadurch haben sie einen geregelten Tagesablauf und Chancen auf einen möglichen Berufseinstieg. Des Weiteren erhalten Menschen mit geringem Einkommen kostenlose Beratungen und können dadurch Energie und Geld sparen. Der hauptsächliche Gewinner ist natürlich unsere Natur, denn Ressourcen und CO2 werden reduziert. Durch unsere Vorgehensweise kann Energie ohne Komforteinbußen eingespart werden und am Ende des Jahres besitzen die Bewohner mehr Geld als zuvor“, so Zaffer Sahan.

Der Caritasverband ist kein Energielieferant, sondern er berät Menschen zum Thema Wasser- und Stromsparen. Daraus ergibt sich nicht unbedingt ein Wechsel des Stromanbieters. „Letztlich sollte man sich auch nicht kaputtsparen. Man sollte es moralisch und geldtechnisch optimieren“, so das Fazit des Vortragenden.

Wer Interesse an einem Stromsparcheck hat, kann weitere Infos unter Telefon 0241/990092020 oder per E-Mail (stromsparcheck@spectrum-aachen.de) erhalten.