Eschweiler: Von Null Bock ist bei Realschülern keine Spur

Eschweiler : Von Null Bock ist bei Realschülern keine Spur

„Ich habe dieses Fach gewählt, da ich anderen Menschen helfen und Situationen kennenlernen will, die ich selber nicht habe”, berichtete Klara Wolf (Schülerin der Arbeitsgemeinschaft Soziale Dienste). Die Idee, eine Arbeitsgemeinschaft Soziale Dienste zu gründen, wurde während einer Projektwoche geboren.

Das Wahlpflichtfach der Realschule Patternhof besteht seit 1996/97. Die Gruppe besteht aus Schülern der Klassen neun und zehn und nimmt Kontakt zu sozial engagierten Bürgern, Behörden, zu öffentlichen Einrichtungen und zu Menschen, die mit einem Handicap leben, auf.

Zum Beispiel arbeiten die engagierten Jugendlichen seit 2001 mit der „Eschweiler Tafel” zusammen. Dreimal in der Woche kommt ein Schüler der Arbeitsgemeinschaft zur Tafel und hilft dort beim Sortieren der Lebensmittel und beim Verkauf. „Es ist uns eine große Hilfe, dass Schüler der Realschule Patternhof regelmäßig kommen und uns helfen, da jeden Tag etwa 70 bis 80 Familien zu uns kommen und sich Essen holen. Da ist so eine regelmäßige Hilfe wirklich angebracht”, berichtete Maria Gawlak (Arbeiterin der Eschweiler Tafel).

„Man merkt den Schülern den Spaß und die Freude an. Außerdem lernen sie die ärmeren Familien kennen und auch damit umzugehen.” Die Schülerin Klara Wolf konnte dies bestätigen. „Es macht mir richtig viel Spaß und ich gehe gerne dort hin. Das Interessante ist, dass wir Leute sehen, die nicht so viel haben wie wir. Dadurch lernen wir, das was wir haben, mehr zu schätzen.”