1. Lokales
  2. Eschweiler

Eschweiler Geschichtsverein: Von einer Arie bis hin zum „Tal der schönen Frauen“

Eschweiler Geschichtsverein : Von einer Arie bis hin zum „Tal der schönen Frauen“

30 Mitglieder des Eschweiler Geschichtsvereins (EGV) haben sich jetzt zu einer achttägigen Studienreise nach Budapest aufgemacht.

Der Flug ab Düsseldorf war bereits um 6.50 Uhr, so dass ein voller Tag zur Besichtigung des Stadtteils Pest zur Verfügung stand. Am nächsten Tag war dann Buda (früher Ofen) an der Reihe. Besichtigt wurden sehr viele historische Gebäude, unter anderem das ungarische Parlament, der Burgpalast auf dem Burgberg mit der Matthiaskirche und der Fischerbastei sowie das Opernhaus, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Dort erwartete die Gäste das erste Highlight: eine Ariendarbietung einer Sängerin und eines Sängers im Treppenhaus der Oper (siehe Foto), da das Gebäude zurzeit renoviert wurde.

Beleuchtete Gebäude

Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war eine abendliche zweistündige Schifffahrt auf der Donau mit typisch ungarischem Menü an den beleuchteten Gebäuden Budapests vorbei.

Ab dem dritten Tag ging es ins Landesinnere. Zunächst wurde Esztergom besucht, die ehemalige Hauptstadt und heutiges Zentrum der ungarischen katholischen Kirche. Dort steht die größte Kathedrale Ungarns mit der Begräbnisstätte berühmter ungarischer Kardinäle.

Am Donauknie befindet sich die Burg Visegrad, in der 1335 ein Treffen der Könige von Böhmen (Johann, ein Luxemburger), Ungarn (Karl von Anjou) und Polen (Kasimir) stattfand. Noch heute tragen die vier Staaten Ungarn, Slowakei, Tschechien und Polen den Namen „Visegrad-Staaten“.

Ein Besuch der Barock- und Weinstadt Eger, circa 100 Kilometer östlich von Budapest mit der Camera Obscura, der „Stadt unter der Stadt“ und dem „Tal der schönen Frauen“ (die der EGV mitgebracht hatte) stand ebenfalls auf dem Programm. Natürlich durfte auch eine Fahrt in die Puszta im Nationalpark Kiskunsag nicht fehlen. Die Kutschfahrt sowie eine gelungene Pferde- und Reiter-Show beeindruckten die Teilnehmer des EGV sehr. Eine Fahrt nach Herend zur größten Porzellanmanufaktur der Welt (gegründet 1826) wurde benutzt, um mit einem nicht ganz preiswerten Souvenir eine Erinnerung an diese beeindruckende Reise zu haben.

Ein Abstecher zum Plattensee sowie nach Szekesfehervar (zur kaiserlich-königlichen Donaumonarchie Österreich-Ungarns hieß sie Stuhlweißenfurt), der ersten offiziellen Haupt- und Krönungsstadt König Stephans I., sowie eine Weinprobe in Mor rundeten das umfangreiche Programm ab.

Während der gesamten Reise stand dem EGV ein fachkundiger ungarischer Reiseführer zur Verfügung, der den Teilnehmern viele Kenntnisse über die ungarische Historie, die Lebensgewohnheiten und viele Details des täglichen Lebens vermittelte. Die Besichtigungen fanden mit örtlichen Führern statt.

Der letzte Tag in Budapest stand dann zur freien Verfügung und wurde für Einkäufe und die Vertiefung der Eindrücke dieser wunderschönen Stadt benutzt.

Am späten Abend ging es per Flug wieder Richtung Heimat, voll mit unvergesslichen Erinnerungen an dieses doch so andere Land mit seinen vielen architektonisch schmucken Gebäuden.