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Eschweiler: Verkehr nach Dürwiß bricht zusammen

Eschweiler : Verkehr nach Dürwiß bricht zusammen

Stau auf der Jülicher Straße, am Dienstagfrüh kurz nach 8 Uhr. Alles steht, nichts geht mehr. Einem der Autofahrer brennt die Sicherung durch.

Er springt auf seinem Wagen, brüllt die Bauarbeiter an: „Seid ihr wahnsinnig geworden? Das könnt ihr doch nicht machen! Hier kommen doch alle zu spät zur Arbeit!”

Viele Eschweiler kamen am Dienstag zu spät zur Arbeit, manche Kinder kamen zu spät zur Schule. Die Ursache: Zwei Baustellen auf der Jülicher Straße, eine für die Autobahnbrücke, die andere für den Kanal. Beide Baustellen mit jeweils einspurigem Verkehr und Baustellenampeln.

Diese Baustellenampeln haben unterschiedlich lange Grün-Phasen. Wenn viele Fahrzeuge kommen, blockiert das Rot der einen Ampel die Fahrzeuge in der zweiten Baustelle gleich mit.

Dienstagfrüh griffen einige Autofahrer schließlich zur Selbsthilfe, regelten den Verkehr, winkten die Fahrzeuge durch eine der Baustellen hindurch. Und fragten sich: „Kann die Stadt das nicht besser organisieren?”

Nicht viel, aber sie gibt sich Mühe. Schon am Freitag voriger Woche war es zu langen Rückstaus gekommen. Vor allem dann, wenn Busse und Müllfahrzeuge innerhalb der Baustelle anhielten.

Das mit den Bussen und Müllfahrzeugen soll sich ändern. Die Aseag verlegt ihre Haltestelle ein Stück nach Norden. Sie soll in Höhe der Firma Wenzel&Weidmann gegenüber vom Schubertweg eingerichtet werden.

Mit der Baufirma Lube und Krings - sie erneuert im Auftrag der Stadt den Kanal der Jülicher Straße - wurde vereinbart, dass sie an Müllabfuhrtagen die Mülltonnen aus dem Baustellenbereich zu zwei Sammelstellen bringt, damit die Müllfahrzeuge nicht alle paar Meter halten müssen. Als dritte Maßnahme sagte der Landesbetrieb Straßenbau, verantwortlich für die Baustelle der Autobahnbrücke, der Stadt zu, man werde diese Baustelle so kurz wie möglich halten. Die Ampel soll dem Baufortschritt entsprechend weiter wandern.

Ob die beiden Baustellenampeln aufeinander abgestimmt werden können, untersucht seit am Dinestag ein Planer.

Zu Verkehrsspitzenzeiten soll die Polizei regelnd eingreifen. Das teilte am Dienstag Stadt-Pressesprecher Stefan Kaever mit.

Damit die Autofahrer nicht monatelang unter Staus leiden, will die Stadt den Bauablauf ändern. Der Kanalbau soll so schnell wie möglich durchgezogen werden, die Straßendecke wird zuerst nur provisorisch befestigt. Vorteil: Es gibt dann nur eine Baustellenampel. Dennoch: Die nächsten vier Wochen werden die Autofahrer mit beiden Ampeln leben müssen.

Kreuzung Wardenslinde

Bislang keine Probleme gibt es hingegen an der neuen Kanalbaustelle der Dürener Straße. An der Kreuzung der Dürener Straße mit der Südstraße und „An Wardenslinde” begannen am Dinestag die Arbeiten für einen neuen Abwasserkanal. Beide Einmündungen in die Dürener Straße wurden am Dienstag früh gesperrt. Die Umleitungsstrecken funktionieren ohne Probleme. Der Verkehr vor der Südstraße wird durch das Gewerbegebiet Königsbenden geleitet, von Wardenslinde aus führt die Umleitung durch die Eduard-Mörike-Straße.

Ein großer Teil der Autofahrer, die aus dem Südost-Stadtteilen kommen und Richtung Innenstadt wollen, fahren bereits in Höhe Nothberg ab, über Zechenstraße und Bergrather Straße. Dort ist der Verkehr am Dienstag etwas dichter geworden.

Auf der Dürener Straße selber rollte der Verkehr in dieser Woche noch zweispurig durch die Baustelle. Problematisch wird es erst in der nächsten Woche. Dann ist der Kanalbau so weit auf der Kreuzung, dass nur noch eine Fahrspur übrig bleibt und eine Baustellenampel die Durchfahrt regeln muss.