Eschweiler: Vergiftungsgefahr: Polizei macht Shisha-Bar dicht

Eschweiler: Vergiftungsgefahr: Polizei macht Shisha-Bar dicht

Sie werden immer zahlreicher — und geraten immer mehr in die Kritik: Shisha-Bars stehen im Fokus der Aufmerksamkeit von Polizei und Ordnungsämtern.

Und dies nicht nur wegen steuerrechtlicher Aspekte, sondern auch aufgrund der dort auftretenden gesundheitlichen Gefahren. Immer mehr Menschen vergiften sich in Shisha-Bars mit Kohlenmonoxid. Ärzte fordern jetzt eine Pflicht für Kohlenmonoxid-Melder.

Wie wichtig die ist, zeigte sich in der Nacht zu Freitag in der Neustraße. Dort waren gegen 23.30 Uhr Feuerwehr und Polizei auf den Plan gerufen worden und stellten in der Bar deutlich überhöhte Kohlenmonoxidwerte fest. Die Polizei ordnete daraufhin die Schließung des Lokals an.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas, das den Transport von Sauerstoff im Blut blockieren kann. Bei einer Vergiftung kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit — und im schlimmsten Fall zum Erstickungstod.

Kontrollen der Ordnungsämter haben ergaben, dass in einigen Bars der CO-Wert um fast das Zehnfache des als unbedenklich angesehenen Wertes erhöht ist. Laut Ärztekammer wurden allein am Universitätsklinikum Düsseldorf in diesem Jahr bereits 40 Raucher von Wasserpfeifen mit einer Vergiftung behandelt.

(rpm)