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Eschweiler: Vereine: Viele Wünsche, wenig Geld

Eschweiler : Vereine: Viele Wünsche, wenig Geld

In diesen Tagen fallen auf den Fußballplätzen der Region nicht nur die Entscheidungen über Aufstieg und Klassenerhalt. Bei so mancher Hauptversammlung lokaler „Rasensport”-Vereine werden auch konkrete Wünsche in Richtung Politik formuliert.

Kunstrasenplatz hier, Aschenplatzsanierung dort, Vereinsheim hier, Trainingsplatz dort. Das Spektrum der „Verbesserungsvorschläge” hat schon was. Zur Klärung sei aber vorausgeschickt, dass es sich hierbei meist um Vereine der Kreisliga B und C handelt.

Bei manchen Vereinen ist dabei die sportliche Entwicklung eher rückläufig als zukunftsträchtig. Um die Argumentationslinien nun ein wenig transparenter zu machen, gab es für die Redaktion nur eine kompetente Stelle: Bürgermeister Rudi Bertram.

Zunächst St. Jöris

„Seitens der Stadt müssen sich hohe Investitionen einfach lohnen. Alle Neubauprojekte werden in einer Prioritätenliste geführt. In den nächsten Jahren können wir uns nur den Bau der geplanten Vereinsheime leisten, wobei das Vereinsheim in St. Jöris bekanntlich beste Chancen auf kurzfristige Verwirklichung hat.” Erst danach könne man sich ein Nachdenken über zunächst Hastenrath und dann Nothberg vorstellen und konkretisieren.

„Nachdem für das Großprojekt in Dürwiß die politische Entscheidung gefallen war, konnte man sich an den Fingern abzählen, dass für die Neuerstellung weiterer Sportstätten wenig Spielraum bestand. Mit einer etwas kostengünstigeren Variante hätte man damals finanziellen Spielraum schaffen können. Aber dies war bekanntlich politisch nicht gewollt.

Auch die kostenintensive Renovierung des Sportplatzes beim FV Eschweiler basierte nicht auf einer damaligen Absichtserklärung des FV und der ESG, den Platz gemeinsam zu nutzen. Seitens der Stadt sah man entsprechenden Handlungsbedarf, weil der Platz wegen einer Staunässe ansonsten hätte geschlossen werden müssen.”

Kooperation tut Not

Als ein weiteres Großprojekt war außerdem einmal angedacht, für die Vereine aus Hastenrath, Bergrath und Nothberg eine gemeinsame attraktive Anlage zu schaffen. Aber auch dort hat sich eine mögliche Kooperation beizeiten als nicht praktikabel erwiesen. Solange die Eschweiler Vereine traditionsbewusst soviel Wert auf Eigenständigkeit legen und angedachte Kooperationsmodelle nicht in die Tat umsetzen, wird sich wohl nichts Großes mehr im Stadtgebiet tun.

Eigentlich schade. Den Planern so mancher Aufstiegsfeier kann man da nur empfehlen: Organisiert nicht nur den Text des Klassikers „We are the Champions!”, sondern denkt auch an gutes deutsches Liedgut wie z.B. „Wer soll das bezahlen?”