Veranstaltung der Gesellschaftspolitischen Bildungsgemeinschaft

„Europa neu erzählt“ : Stefan Alexander Entel ist der Anwalt der Idee Europa

Der Autor und Publizist Stefan Alexander Entel ist „aus Zufall Deutscher, aus Überzeugung Europäer“. Er ist Gründer der im Großherzogtum ansässigen Gesellschaft „Media for Europa“ und lebt seit etwa zwei Jahrzehnten in Ostbelgien.

Als Rechtsanwalt und Mitbegründer eines europäischen Anwaltsnetzwerks hat er sich mehr als Jahre mit europarechtlichen Fragen befasst. Heute versteht er sich als „Anwalt der Idee Europa“.

Seine Idee „Europa neu erzählt“ greift der Europaverein GPB am Mittwoch, 5. Dezember, 19 Uhr, im Hotel de Ville, Raum Miro, mit einer Veranstaltung auf. Der Verein und Entel sind als Europaenthusiasten davon beseelt, zu einem besseren Verständnis der Idee Europa beizutragen. Am Anfang des europäischen Integrationsprozesses stand Kalkül. Gemeinsame Wirtschaftsinteressen und der politische Wille, die junge Bundesrepublik fest im Westen zu verankern, waren die Motive für die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Im siebten Jahrzehnt ihrer Geschichte befindet sich die Europäische Union in einer Dauerkrise. Was hält die europäische Union auch in Zukunft zusammen? Was verbindet die Menschen in Europa? Immer wieder wird auf die Kultur verwiesen. Oft greift die Argumentation um sich: „Es ist unmöglich, Völker mit so unterschiedlichen Kulturen zu vereinen“. Aber ist Europa wirklich ein Kontinent mit so unterschiedlichen Kulturen?

Die Themen für ein Europäisches Jahr werden von der EU-Kommission vorgeschlagen. In diesem Jahr steht oder stand das europäische Kulturerbe im Mittelpunkt einer Vielzahl von Veranstaltungen. Die Abschlussveranstaltung 2018 geht deshalb auf Spurensuche. Mit der Fragestellung „My Point of View: Rückbesinnung auf die gemeinsamen kulturellen Bestände – ein Weg aus der Krise?“ geht es mit Stefan Alexander Entel auf Spurensuche. Die Veranstaltung ist zugleich der Auftakt zum Europawahljahr 2019.

Gerade der November erinnert an die vielen Schicksalstage in der europäischen Geschichte. Aber selbst als Europa mit unüberwindbaren Schützengräben durchzogen war, schufen die Europäer weiterhin dieselbe Kunst. Seite über Seite könnte vollgeschrieben werden, um zu beweisen, dass die große Mehrheit Europas im Laufe der Zeit dieselbe Vorstellung von Kunst, von der Literatur, aber vor allem die gleiche Geschichte hatte. Es ist wahr, dass es immer Ausnahmen gibt, wie landestypische Gerichte oder ein einzigartige Bauart. Aber das macht doch Europas Vielfalt (United in Diversity) aus.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das weihnachtliche Brauchtum, wie es in Europa seit Jahrhunderten Tradition ist und gepflegt wird. Eine Tradition, die der europäischen Kultur gerecht wird? Beweist sich die Kulturgemeinschaft Europas in dieser und anderen Traditionen?

Anmeldungen sind bis 3. Dezember möglich unter Telefon 02403/36106 oder E-Mail: info@gpb-europaverein.de.

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