BJK Eschweiler: Veränderung und Konstanz

BJK Eschweiler : Veränderung und Konstanz

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Erzieher. Bisher waren die ersten beiden Jahre auch beim BJK Eschweiler schulisch geprägt. Jetzt sollen Nachwuchskräfte sofort praktisch arbeiten.

Die Zukunft: Veränderung und Konstanz, das gilt auch für den Erzieherberuf. Die Ausbildung dafür ist dreijährig, das bleibt sie auch in Zukunft, wird aber praktischer. Die BKJ der Stadt Eschweiler vereinten zum ersten Mal die Verabschiedung der abgeschlossenen und die Begrüßung der neuen Berufspraktikanten.

Elf gehen, elf kommen. In jede ihrer Kindertagesstätten bieten die Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche der Stadt Eschweiler (BKJ), genau einen Ausbildungsplatz pro Jahr. Bisher war es so, dass die ersten beiden Ausbildungsjahre schulisch verliefen, während das dritte Jahr praxisorientiert als sogenanntes „Anerkennungsjahr“ für den Erzieherberuf zu absolvieren ist.

Ausbildung wird vergütet

Nun werden die Möglichkeiten erweitert und existieren parallel nebeneinander. „Praxisintegriert bedeutet, dass die Nachwuchskräfte nicht nur ein Anerkennungsjahr leisten, sondern direkt von Beginn an in der Praxis arbeiten können, anstatt ausschließlich schulisch gefördert zu werden.“, erklärt Edith Platau, Fachberatung der BKJ, das Prinzip. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die Ausbildung ab dem ersten Tag und nicht erst ab dem letzten Drittel vergütet wird.

In der Bergrather Kindertagesstätte am Hastenrather Weg vereinten sich alte und neue Berufspraktikanten sämtlicher indestädtischer Kitas, um offiziell durch Vera Joußen, Vorstand der BKJ, verabschiedet und begrüßt zu werden. Erstmalig wurden Verabschiedung und Begrüßung zusammen durchgeführt, Joußen und Platau fanden herzliche, aber auch sentimentale Worte. Die BKJ verstehe sich sowieso als große Familie. Mit einem Satz, der die Bedeutung des Erzieherberufs hervorheben sollte, wandte sich Joußen an die angehenden Berufspraktikanten: „Die Eltern vertrauen Euch ihr Wertvollstes an, ihre Kinder.“

Nun wartet eine große Verantwortung auf die Auszubildenden, die von berufserfahrenen Erziehern, begleitet werden. Zudem finden in einem Anerkennungsjahr vier bis fünf Zusammenkünfte statt, bei denen Herausforderungen besprochen und evaluiert werden. „Manche denken, dass Erzieher den ganzen Tag nur Kaffee trinken.“, räumte Joußen noch in ihrer Ansprache mit einem Klischee auf. Kaffee und Kuchen gab es nach dem offiziellen Teil dann trotzdem, um sich bei den Absolventen zu bedanken.

(mah)
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