Eschweiler: Vater und Sohn entwickeln Eierverkaufsmaschine

Eschweiler: Vater und Sohn entwickeln Eierverkaufsmaschine

Eier sind zerbrechlich. Diese Binsenwahrheit mussten Michael und Volker Schluer einige Male demütig zur Kenntnis nehmen, als sie vor rund zwei Jahren damit begannen, eine Eierverkaufsmaschine zu entwickeln.

Inspiriert von Videos einer Fischertechnik-Fangemeinde in den Niederlanden und das Gackern der Hühner im heimischen Garten entstand im gemeinsamen Spiel von Vater und Sohn die Idee, Eier zu transportieren. Rasch waren die Nester von zunächst fünf eigenen Hühnern geleert und erste Rollversuche unternommen.

SONY DSC Foto: I. Röhseler

„Der anfänglichen Euphorie folgte Ernüchterung. Über die vielen Rückschläge möchten wir dann lieber den Mantel des Schweigens legen“, sagen die beiden Entwickler von „The Rolling Eggs“ und grinsen.

Fachwerkhaus mit Glasdach

Mittlerweile läuft ihre Maschine, die von einem hübschen und selbst gezimmerten Fachwerkhaus mit Glasdach umgeben ist, einigermaßen rund.

Eröffnung und Inbetriebnahme war bereits im Oktober des vergangenen Jahres. Bei einem kleinen Fest mit Spiegelei und Bratkartoffeln und Eierlikör stellten Michael und Volker Schluer ihre Maschine erstmals „der Öffentlichkeit“ vor.

Sprich: Familie, Freunde und Bekannte inspizierten „The Rolling Eggs“ und ließen für 50 Cent (pro Ei) die Hühnerprodukte von einem Förderband zum nächsten gen Ausgang rollen. Die Freude währte leider nicht lange. Schon nach kurzer Zeit musste die Eierverkaufsmaschine wieder ins Haus geschoben werden. Eine Software-Instabilität zwang die beiden Tüftler zu einer Winterpause.

Seit einem Update rollen die „Eischwiele Eier“ wieder. Und wer Lust auf ein leckeres Ei von glücklichen Hühnern hat, kann für 50 Cent eines der delikaten Produkte der hübschen Hennen Kassiopeia, Heidi, Weißschwanz, Erika, Sirenchen, Pünktchen, Zebra, Hermine, Gwendolin, Lotta, Mowgli und Mona erwerben.

Die zwölf Hühner haben im Garten der Familie Schluer ein wahres Paradies gefunden. Dass sich das Federvieh hier rundum wohlfühlt, beweist das fröhliche Gackern, wenn die Kinder Michael und Britta das Freigehege öffnen, um die Hühner zu füttern, aber auch um ihnen ein paar liebevolle Streicheleinheiten zu verpassen.

„Unsere Hühner bekomme nur feine Körner, Muschelkalk (für eine dickere Schale), Gras und ihre Lieblingsspeise Löwenzahn zu fressen beziehungsweise zu picken“, erklärt Britta. Sie kümmere sich mit hauptsächlich darum, dass es Kassiopeia, Sirenchen & Co. gut gehe. Währenddessen lassen Papa Volker und Bruder Michael wieder ihre Köpfe qualmen, um „The Rolling Eggs“ zu optimieren. „Allerdings geht es uns nicht darum, massenweise Eier zu verkaufen“, betont Volker Schluer.

„Ich möchte einfach viel Zeit mit meinen Kindern verbringen und Spaß an der Sache haben!“ Wer bei einem Osterspaziergang „The Rolling Eggs“ unter die Lupe nehmen oder gar ein Ei kaufen möchte, kann das Haus der Familie Schluer, Im Hag 32 ansteuern.

(irmi)
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