Eschweiler: Unbekannte Vandalen wüten an der Grundschule

Eschweiler: Unbekannte Vandalen wüten an der Grundschule

Auf ihren kleinen Kräutergarten und die Pflanzen auf dem Außengelände sind die Schüler der Offenen Ganztagsschule in Kinzweiler besonders stolz. Umso mehr waren sie geschockt, als Mittwochmorgen schon wieder einige Kübel umgekippt waren. Der wenig einladende Inhalt der großen Biotonne an der Schule lag auf der Straße. Nicht zum ersten Mal war die Schule Opfer von Vandalismus geworden.

„In den letzten Wochen häufen sich die Vorfälle“, sagt Schulleiterin Ingeborg Lingens. Die Kinder sind vor allem traurig darüber, dass die von ihnen liebevoll gepflegten Beete zerstört sind. Die Sachschäden erreichen eine fünfstellige Summe, nachdem wiederholt mehrere Scheiben mit Steinen eingeworfen worden waren. Inzwischen wurde Anzeige erstattet. Auch in der Stadtverwaltung sind die Vorfälle bekannt. Für Lingens haben die Ereignisse lange nichts mehr mit einem „Dumme-Jungen-Streich“ zu tun.

Vor wenigen Wochen versandte die pädagogische Leiterin der Offenen Ganztagsschule in Kinzweiler, Sigrid Eichendorf-Kamp, einen Elternbrief. Sie hofft, dass auch andere Menschen die Augen offen halten, falls die Unbekannten wieder zuschlagen. Zu diesem Zeitpunkt war das Kräuterbeet mehrfach zerstört worden. Auch der vom Förderverein mitfinanzierte und von einem Künstler mit den Kindern gestaltete Marterpfahl war mehrfach beschädigt worden. „Die Kinder können eine solch sinnlose Zerstörungswut nicht verstehen“, sagt Eichendorf-Kamp. Der Kräutergarten, die Beete und das Außengelände sollen den Kleinen vor allem Freude bereiten und sind Bestandteile des pädagogischen Konzepts.

Um auf das Gelände der Offenen Ganztagsschule zu gelangen, wurde auch ein Element des massiven Zauns verbogen und aus der Verankerung gerissen. Dass die Unbekannten Flaschen, Zigarettenkippen, Pappbecher, Müll und Essensreste hinterlassen, ist ein weiteres Ärgernis. Manche Aktion bewertet Ingeborg Lingens jedoch auch als ausgesprochen gefährlich. „Mehrfach ist jemand auf das Dach geklettert — da kann man leicht abrutschen und hinunterfallen“, sagt sie. In diesen Fällen mussten die Dächer kontrolliert werden, ob Schäden entstanden sind. Zudem drangen Unbekannte in der Vergangenheit auch in die Schule ein. „Dabei ist hier nichts zu holen“, betont die Schulleiterin.

In der Vergangenheit ist es auch an anderen Schulen immer wieder zu Zerstörungen gekommen. Allerdings nicht in der geballten Form wie derzeit in Kinzweiler. Man werde nun verstärkt ein Auge darauf haben, heißt es bei der Polizei. Auch das Eschweiler Ordnungsamt ist informiert. In den Ferien sollen sich die Täter schließlich nicht zu sicher sein, dass sie ungehindert weiter wüten können.