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Eschweiler: Umleitungen sind keine Lösung

Eschweiler : Umleitungen sind keine Lösung

Über die Folgen der Bahnübergangssperrungen während der Arbeiten an der Talbahntrasse klagte kürzlich ein Leser unserer Zeitung.

Die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) bedauert die Einschränkungen des Verkehrs, bittet aber um Verständnis, dass bei einer Baumaßnahme wie dieser Verkehrsstörungen unvermeidlich sind. EVS-Pressesprecher Hartmut Giesen: „Das Ende der Bauarbeiten ist jedoch abzusehen: Die letzte Sperrung endet am 22. April. Und ab August können die Eschweiler dann mit der Euregiobahn nach Stolberg und weiter nach Aachen fahren - stress- und staulos.”

Das Umleitungskonzept, das jetzt Anlass zu Klage gab, hat die Stadt Eschweiler gemeinsam mit der ausführenden Baufirma Kallfelz & Stuch ausgearbeitet und umgesetzt.

Ortskundiger und mündiger Autofahrer

Giesen: „Erste Priorität bei den Planungen war, dass die Bahnübergangssperrungen und die damit einhergehenden Verkehrsstörungen nie die Hauptmagistralen der Stadt blockieren und damit die Not- und Einsatzdienste behindern dürfen. Deshalb haben sich Stadt und Baufirma dazu entschlossen, keine weitläufigen Umleitungen auszuschildern. Stattdessen setzen die Verantwortlichen auf den ortskundigen und mündigen Autofahrer, der durch Pressemeldungen und entsprechende Beschilderungen informiert über individuelle Alternativstrecken zu seinem Ziel fährt.”

Keine Straße ist groß genug

Weitläufige Umleitungen auszuweisen, ist in Eschweiler schwierig, weil sich damit Verkehrsstörungen nur verlagern. Denn es gibt keine ausreichend dimensionierten Routen, die den Verkehr komplett aufnehmen könnte. „Ein Hinweis auf die Sperrung der Odilienstraße etwa schon an der Rue de Wattrelos würde den kompletten Verkehr über die Aachener Straße lenken und dort unweigerlich zu Engpässen führen”, betont Giesen. „Eine blockierte Aachener Straße beeinträchtigt den Gesamtverkehr in Eschweiler aber wesentlich stärker als ein Stau auf der Odilienstraße, so ärgerlich er auch dort ist.”

Insgesamt verteilt sich durch die „umleitungslose” Regelung der ausweichende Verkehr weiträumiger über die Stadt, und alle Strecken bleiben passierbar, auch wenn es in den Stoßzeiten vereinzelt zu Behinderungen kommt. „Nebenwirkungen”, wie zu schnell fahrende Autos in Anliegerstraßen, bemühen sich die Stadt Eschweiler und die Firma Kallfelz & Stuch, in den nächsten Tagen zu beseitigen.

Übergang Langwahn bald gesperrt

In diesem Zusammenhang weist die EVS auch noch einmal auf die Sperrung des Bahnübergangs Langwahn vom 14. bis zum 22. April hin, während der es zu größeren Verkehrsstörungen kommen kann.

Giesen: „Auch hier gilt wieder die Bitte um Verständnis und das weiträumige Umfahren der Sperrung.”