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Friedhöfe: Umfassende Kontrolle der Grabsteine

Friedhöfe : Umfassende Kontrolle der Grabsteine

Auch in diesem Jahr kontrolliert die Friedhofsverwaltung der Stadt Eschweiler die rund 12.000 Grabsteine auf den elf städtischen Friedhöfen. Nutzungsberechtigte werden bei Mängeln informiert.

35 Grabsteine wiesen 2019 erhebliche Mängel auf. Auch in diesem Jahr kontrolliert die Friedhofsverwaltung der Stadt Eschweiler im Rahmen der ihr obliegenden Verkehrssicherungspflicht umfassend die rund 12.000 Grabsteine auf den elf städtischen Friedhöfen.

Dabei werden alle Grabsteine dahingehend überprüft, ob diese noch fest stehen und sich nicht im Gefüge gelockert oder gar gelöst haben. „Die Zahl der beanstandeten Grabsteine schwankt in der Regel zwischen 30 und 50“, erklärt Eschweilers Pressesprecher René Costantini mit Blick in die Statistik der vergangenen Jahre.

Hervorgerufen werden die Lockerungen an den Grabsteinen durch Bodensetzungen; aber auch mangelhafte Verdübelungen und Fundamentierungen können in Einzelfällen nicht ausgeschlossen werden. Strenge Winter mit lang anhaltenden Frostperioden, die das Eindringen von Wasser in Stoßfugen und ein anschließendes Auffrieren mit sich bringen, können bei vorgeschädigten Grabsteinen ebenfalls eine Rolle spielen.

Roter Hinweisaufkleber

Alle zu beanstandenden Grabmale werden dann mit einem roten Hinweisaufkleber versehen. Sollte an einem Grabstein eine erhebliche Umsturzgefahr festgestellt werden, muss dieser sofort gesichert, das heißt umgelegt, werden.

Drohen Grabsteine wie dieser umzustürzen? Das soll die Friedhofskontrolle klären. Foto: MHA/Kevin Teichmann

Der Hinweisaufkleber soll die Nutzungsberechtigten darauf hinweisen, dass sie umgehend Sicherungsmaßnahmen an dem beanstandeten Grabmal einleiten müssen, andererseits soll er die übrigen Friedhofsbesucher warnen, dass von diesem Grabstein Gefahren ausgehen können.

Die Nutzungsberechtigten der beanstandeten Grabmale werden, sofern sie der Verwaltung bekannt sind, unverzüglich schriftlich über die Beanstandungen informiert; unabhängig davon wird jedoch empfohlen, unbedingt auch selbst auf die Hinweisschilder zu achten.

Nach rund vier bis sechs Wochen erfolgt eine Nachkontrolle aller beanstandeten Grabsteine. Sollte der Grabstein dann noch nicht befestigt sein, so erfolgt eine Erinnerung mit kürzerer Fristsetzung. Danach gegebenenfalls sogar eine Androhung von Ersatzvornahmen, für die der Nutzungsberechtigte die Kosten trägt. Der Stadt Eschweiler zufolge geschehe das allerdings sehr selten.

Für Rückfragen sowie für weitere Informationen stehen in der Abteilung für Umweltbelange und Friedhofswesen der Stadt Eschweiler die Mitarbeiter Holger Ehring, Telefonnummer: 02403/71206, und Marion Klein, Telefonnummer: 02403/71650, als unmittelbare Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Friedhofsverwaltung weist ergänzend nochmals darauf hin, dass diese Kontrolle den Nutzungsberechtigten der Grabstätte nicht von seiner Verpflichtung entbindet, selbst darauf zu achten, dass der Grabstein des Grabes noch fest steht. Bei Mängeln muss er unverzüglich die notwendigen Maßnahmen einleiten, um eventuelle Gefahren zu beseitigen.

(red/kte)