Eschweiler: „Ukraine” wird auf dem Markt „Europameister”

Eschweiler: „Ukraine” wird auf dem Markt „Europameister”

Die Ukraine ist Fußball-Europameister. Bevor in knapp zwei Wochen beim Public Viewing auf dem Eschweiler Marktplatz den Profi-Kickern zugejubelt wird, haben 21 Teams im Alter von 12 bis 14, bzw. von 15 bis 18 Jahren bereits am Pfingstwochenende an gleicher Stelle ihren Indestadt-Europameister im Street Soccer ermittelt und dabei gedribbelt, getrickst und gekickt, was der Soccer-Court hergab.

„Rote Karte Eschweiler - keine Spielzeit für Rassisten”, was bereits erfolgreich als Motto der „Mädchen Street-Soccer-EM” vor zwei Wochen am Blausteinsee galt, stand auch bei den Jungen ganz klar im Vordergrund. So freuten sich Nicole Hillemacher, Olaf Tümmler und Christian Meuskens von der Mobilen Jugendarbeit besonders darüber, auch zwei Teams aus der Partnerstadt Wattrelos zur „Street-Soccer-EM” begrüßen zu können.

Nachdem Bürgermeister Rudi Bertram jeder teilnehmenden Mannschaft einen der EM-Teilnehmer zugelost hatte, durften die Nachwuchsfußballer ihr Können zeigen. In drei Mann starken Teams wurde teilweise in einem Tempo kombiniert, dass einem vom Zu-schauen schwindelig werden konnte.

Von sieben Mannschaften standen sich in der jüngeren Klasse (12 bis 14 Jahre) im Halbfinale Frankreich und Spanien sowie Italien und Schweden gegenüber. Während Italien mit einem deutlichen 9:4 ohne Probleme das Ticket fürs Endspiel lösen konnte, hatte Frankreich gegen Spanien schon mehr Mühe. 5:3 hieß es zum Schluss für die „Franzosen”, die allerdings im Finale dem haushohen Favoriten „Italien” mit 4:9 unterlagen. Ugur Xavuz, Clemens Triller, Brandon Luwawa, Shkelqim Rexhepi und Naffi Salihu konnten sich über den Eschweiler-Street-Soccer-EM-Titel freuen. Dritter wurde Schweden, auf Platz vier landete Spanien.

Torreich und spannend

Wesentlich torreicher und spannender präsentierte sich das Endspiel der älteren Klasse (15 bis 18 Jahre). In einem im wahrsten Sinne des Wortes Herzschlagfinale konnte sich das Team „Ukraine” schließlich gegen Dänemark durchsetzen. Zuvor hatte die Ukraine die „Engländer” im Halbfinale mit 10:5 deklassiert, so dass sich das Team aus dem Mutterland des Fußballs mit dem dritten Platz gegen die ebenfalls im Halbfinale unterlegene Mannschaft Portugals zufrieden geben musste. Sene Osmani, Talip Akpinar, Syleman Ülker und Abdullah Göksu jedenfalls freuten sich über den Titelgewinn.

Auch wenn es auf dem Platz nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen ab und zu heiß herging, hatten die Schiris Helmut Brief, Olaf Tümmler und Bujar Rexhepi zu jeder Zeit alles im Griff. Rexhepi erhielt für sein Engagement von Jakob Bündgens den Ehrenpreis, ein von Rüdiger Süstermann gespendetes Original-Trikot mit den Unterschriften des Eddie-Merckx-Indeland-Teams.

Außerdem dankten die Organisatoren von der Mobilen Jugendarbeit den Wirten des Marktes für Getränke und Sitzgelegenheiten und hoffen, auch zur nächsten Fußball-WM wieder den Soccer-Court auf dem Marktplatz aufbauen zu dürfen, schließlich seien ja auch alle Fensterscheiben und parkenden Autos unversehrt geblieben.

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