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Aachen/Eschweiler: Totes Pferd: Tierhaltungsverbot für Fritz B.?

Aachen/Eschweiler : Totes Pferd: Tierhaltungsverbot für Fritz B.?

„Hoffentlich ist dieses Pferd nicht umsonst gestorben”, sagt Romy Lang mit viel Bitterkeit in der Stimme. Die Tierschützerin ist wütend. Nicht nur auf den Pferdehändler Fritz B. aus Krauthausen, der seit Jahren heftig wegen Tierquälerei kritisiert wird.

Sondern auch auf die Stadt. Dort werde nämlich seit mehr als einem Jahr geprüft, ob dem 71-Jährigen per Verbot das Handwerk gelegt werden kann. Bislang offenbar fruchtlos.

Für Romy Lang und viele andere Tierschützer sowie Zeugen von Vorfällen und Nachbarn passt der jüngste Fall in Eschweiler in eine Jahre oder gar Jahrzehnte dauernde Folge von Tierquälereien, die nicht selten mit dem Tod der Tiere geendet hätten.

Mehrmals wurden schon Unterschriftenaktionen gestartet, um eine Tierhalteverbot für Fritz B. zu erwirken. Laut Romy Lang kamen fast 10.000 zusammen, die alsdann dem Stadtrat übergeben wurden.

Unter anderem heißt es in einer Antwort, ein von der Stadt veranlasstes Tierhalteverbot werde „eingehend geprüft”. Das war im Juni 2007. Am Mittwoch bekundete die Stadt auf Anfrage, das Rechtsamt prüfe nun anhand des aktuellen Vorfalls ein eben solches Tierhalteverbot.

Die Leidensgeschichte der Tiere hat über Jahre immerfort ihren Lauf genommen. In einer weiteren schriftlichen Antwort der Verwaltung aus dem vergangenen Jahr heißt es wörtlich: „Ich bitte weiterhin zu bedenken, dass die Tierhaltung bereits seit Jahren durch die Amtsveterinäre der Stadt regelmäßig kontrolliert wird und hierdurch sichergestellt wurde und wird, dass die Zustände für die Tiere nicht vollkommen unerträglich werden.”

Nicht vollkommen unerträglich - alleine diese Formulierung findet Romy Lang allerdings wirklich vollkommen unerträglich.