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Eschweiler: Top-Adresse für Bergraths Jugendliche

Eschweiler : Top-Adresse für Bergraths Jugendliche

„Jetzt müssen wir uns endlich nicht mehr hinter der Kirche oder auf dem Bolzplatz treffen”, freut sich der 16-jährige Diego. Gemeinsam mit seinen Freunden weihte er am vergangenen Donnerstag den Billard-Tisch des neu eröffneten Jugendtreffs in Bergrath ein.

Denn ab jetzt gibt es an der Pfarrer-Kleinermanns-Straße wieder jeden Donnerstag von 16 bis 19 Uhr einen Treffpunkt für alle ab 12 Jahren.

Die Idee kam von dem mobilen Jugendarbeiter Oliver Krings, der auch schon den Jugendtreff in Dürwiß organisiert hatte. Nach Absprache mit Pfarrer Josef Boeven von der Pfarre St. Antonius war die Neueröffnung perfekt.

„Ich bin sehr froh, dass es jetzt auch in Bergrath eine solche Möglichkeit für Jugendliche gibt”, freute sich der Jugendarbeiter. „Besonders stolz können wir auf den tollen Einsatz der fünf ehrenamtlichen Helferinnen sein.”

Des Bürgermeisters Wunschgedanke

Dies lobte auch Bürgermeister Rudi Bertram, der zur Eröffnung von seinem nahe liegenden Haus kam: „Ich war früher selbst oft hier und habe an dem gleichen Billard-Tisch gespielt. Dieser Jugendtreff ist schon seit sechs Jahren ein Wunschgedanke von mir.”

Der Kühlschrank, der DVD-Player, die Musikanlage, die Dartscheibe und die gemütliche Coach sind Spenden von der SPD und einigen Privatleuten. Mit dieser Ausrüstung können die Jugendlichen an ihrem neuen Treffpunkt jetzt jeden Donnerstag mit Gleichaltrigen Spaß haben.

Auf Wünsche eingehen

„Wir wollen besonders auf die Wünsche der Kinder eingehen”, meint Gabi Lothmann, eine der fünf ehrenamtlichen Betreuerinnen und gleichzeitig Hausmeisterin im Pfarrheim, „denn schon vor eineinhalb Jahren ist der Wunsch nach so einer Einrichtung ihrerseits gekommen.” Mit ihr werden Ursula Scholl, Monika Voßen, Freia Geuenich und Raphaela Bröse die Kinder und Jugendlichen betreuen.

Ausnahmen für die Kleinen

Eins freut die Helferinnen noch dazu: Obwohl eigentlich erst Jugendliche ab 12 Jahren kommen dürfen, wird für ihre jüngeren Kinder eine Ausnahme gemacht. Immerhin würden diese ja auch später noch zum Treff kommen, lacht Oliver Krings. Für ihr Engagement will er die Damen außerdem mit „netten Abenden” und Fortbildungen honorieren, denn ihr Einsatz hält er nicht für selbstverständlich.

Sogar in den Ferien werden die Türen auf der Pfarrer-Kleinermanns-Straße jeden Donnerstagnachmittag offen sein. Ob Reden auf der gemütlichen Coach, Billard- oder Dart-Spielen oder einfach Musikhören, in den zwei Räumen ist für jeden etwas dabei.

Das haben auch schon die beiden 13-jährigen besten Freunde Daniel und Nadine bemerkt: „Ich finde es hier sehr interessant und glaube, dass man hier gut Zeit vertreiben kann. Außerdem habe ich schon viele Kinder aus meiner alten Grundschul-Klasse wieder getroffen. Das ist toll”, findet Daniel.

Spielen und Quatschen im Trockenen

Und auch Nadine kennt hier zwei Personen sehr gut: „Meine beiden Geschwister sind auch hier, das ist schön. Außerdem finde ich es gut, dass wir bei Regen unter trockenem Dach spielen oder quatschen können.”