Eschweiler: Tierschutzverein gibt Tipps für artgerechten Umgang

Eschweiler: Tierschutzverein gibt Tipps für artgerechten Umgang

Eisige Temperaturen hält die Willi-Fährmann-Schule nicht davon ab, sich vom Tierschutzverein Terra Mater Ratschläge im sorgsamen und artgerechten Umgang mit ihren zahlreichen Tieren zu geben. Alle drei Monate besucht der Tierschutzverein die Schule in der Indestadt.

Die Förderschule mit den Schwerpunkten „Lernen“ und „Emotionale & Soziale Entwicklung“ führt in- und außerhalb des Schulgebäudes mehrere Gehege, Käfige, Terrarien, aber verfügt auch über Bereiche, in denen die Tiere frei laufen können. Dazu zählen sowohl Ziegen, Hahn und Hennen, ein Schaf, Hängebauchschweine, Wild- und Hauskaninchen, Zebrafinken und Wellensittiche, eine Bartagame und auch Mäuse.

Nun stand der Besuch von Terra Mater an, der die Tiergehege an der Willi-Fährmann-Schule finanziell trägt. Weder die Schüler noch die betreuenden Lehrerinnen und Schulsozialarbeiterinnen brauchten sich jedoch zu fürchten. Ina und Frederik Schweighardt von Terra Mater hielten mit den Kindern und Jugendlichen bei den Tieren Visite und gaben der verantwortlichen Betreuerin Carolin Emonds-Seeger Ratschläge und wussten auch Antworten auf Fragen, wie der sorgfältige Umgang mit den Tieren noch verbessert werden kann.

Sandbad mit Körnern

Die von Vogelgrippe gefährdeten Hühner mussten in der letzten Zeit im Käfig bleiben. Damit sie sich nicht aus Langeweile gegenseitig das Fell auspicken, bereiteten die Schüler ein Sandbad mit Körnern vor. Anschließend zeigten sie Ina und Frederik die Zusammensetzung des Futters für die Schweine. Die Mischung aus Brot, Äpfel, Möhren und Kraftfutter blieb dabei ohne Tadel.

Verwendung für die ausgedienten Tannen aus der Weihnachtszeit fand die Schule für die Ziegen und das Schaf, die sich direkt mit dem Geäst beschäftigten. Beschäftigung, so Schweighardt, sei für Tiere wichtig, vor allem für das alte Schaf, welches im vergangenen Jahr erst seinen Partner verloren hat und nun an Arthrose leidet.

Einen Kritikpunkt gab‘s von Ina, als sie die Kaninchen und ihren Käfig begutachtete. Die Tiere erschienen ihr etwas zu pummelig und so empfahl sie, die Kaninchen nicht jeden, sondern jeden zweiten Tag zu füttern. Die Idee, einen Baum aus Mohrrüben zu basteln, bei dem die Rüben an einem verkürzten Birkenstamm befestigt werden, wurde interessiert angenommen. So bekommen die Schüler mit der neuen Aufgabe eine willkommene Abwechslung und tun gleich etwas Gutes für die Tiere.

Dann wird‘s exotisch

Beim Rundgang erfuhren die Schüler darüber hinaus, wie sie die Wellensittiche und Zebrafinken bei den lokalen Wetterverhältnissen artgerecht halten können. Exotisch wurde es abschließend, als die Bartagame aus dem Terrarium geholt wurde, um Gewicht und Farbe zu prüfen. Terra Mater sah keine Probleme, gab aber hier schließlich noch den Tipp, wie die Temperatur im Terrarium gewissenhaft reguliert wird.

(mah)
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