Eschweiler: Tiere und Menschen: Beste Freunde oder ärgste Feinde?

Eschweiler: Tiere und Menschen: Beste Freunde oder ärgste Feinde?

Mit einem ganz anderen Blick setzen die Evangelische Erwachsenenbildung und die Evangelische Kirchengemeinde Jülich die Themenreihe zum Umgang des Menschen mit Tieren, „Schöpfung bewahren — mit der Mitwelt verantwortlich leben“, fort.

Die Kölner Kunsthistorikerin Gabriele Huster hat sich intensiv mit der Beziehung von Mensch und Tier in der Kunstgeschichte auseinandergesetzt. Dieser Blick liefert überraschende Erkenntnisse.

Von der Höhlenmalerei über Dürers Hasen bis zu Marcs Pferden stellt die Kunst der Frage: Was ist das Tier für den Menschen? Bester Freund oder ärgster Feind? Nutztier oder Wesen mit Seele? Es ist das anders geartete Gegenüber des Menschen, an seiner Seite als sein Begleiter, als Beute oder auch als Projektionsfläche für Gefahren und Sehnsüchte: Eigenschaften werden vom stolzen Adler entlehnt oder auf dem Sündenbock abgeladen.

Voller Symbolik posiert auf Porträts ein Herrscher hoch zu Ross, während in der Darstellung von Kindern Tiere als Gefährten dargestellt sind. Hier sind Tiere Hausgenossen, dort sind sie Treuesymbol.

Eine Entwicklung vom Nutztier zum Schmusetier? Und heute? Gabriele Huster sieht hier eine komplexe Beziehungsgeschichte und meint, dass sich die Beziehung in den vergangenen 150 Jahren stark gewandelt hat. In ihrer Bildauswahl und -analyse bringt sie wesentliche Aspekte des Themas zur Anschauung.

Der Vortrag wird am heutigen Dienstag, 20. September, um 19 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße gehalten. Die Gebühr beträgt fünf Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich bei der Evangelischen Erwachsenenbildung unter 02461/99660 oder per E-Mail: eeb@kkrjuelich.de.

Mehr von Aachener Zeitung