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Polizei im Unterricht: Thema „Cyber-Mobbing“ an der Liebfrauenschule

Polizei im Unterricht : Thema „Cyber-Mobbing“ an der Liebfrauenschule

Ohne Schutzraum – das Internet hat nicht nur Vorteile. Das verdeutlichte Kriminalhauptkommissar Peter Arz, als er die Schattenseiten von Cyber-Mobbing an der Liebfrauenschule offenlegte.

Der Kriminalhauptkommissar Peter Arz ist unter anderem in der Abteilung KK44 Kriminalprävention tätig und viel unterwegs, um aufzuklären. Bis zu 80 Vorträge hält er im Jahr, für Kinder, aber auch für Erwachsene. Das Thema Cyber-Mobbing steht an der Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler seit über fünf Jahren verstärkt auf der Agenda, Arz hat sich dort bisher immer an die sechsten Klassen gewendet.

Ernst ist das Thema Mobbing grundsätzlich. „Man spricht davon, wenn einer oder mehrere Menschen einen Mitmenschen absichtlich über einen längeren Zeitraum fertigmachen.“, erklärte Arz am Donnerstag bereits zur ersten Schulstunde den Jugendlichen und ergänzte: „Cyber-Mobbing macht einen Unterschied. Während man in der Realität der Situation entkommen kann, gibt es im Internet keinen Schutzraum. Rund um die Uhr kann man niedergemacht werden, Nachrichten verbreiten sich schnell, sind unter Umständen nicht mehr zurückzunehmen und die Täter können sich hinter Fake-Namen verstecken. Diese Anonymität führt dazu, dass die Gemobbten dann Vielen misstrauen.“

Soweit, so „gut“. Peter Arz wollte zunächst einmal wissen, wie rege die Handynutzung ist, rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler teilten mit: Wir würden uns komisch fühlen, wenn wir unser Handy nicht in der Schule dabei hätten. Nach der ersten interaktiven Fragerunde machte der Kommissar deutlich, welche Straftaten mit Mobbing in Verbindung stehen und wie entsprechende Strafurteile aussehen.

Besonders legte er darauf Wert, wie man sich schützen und Mobbing vermeiden kann. Häufig ist es so, dass es wenige Täter gibt, die andere fertig machen können, weil es einerseits Viele gibt, die als Nichtstuer tatenlos zusehen und andererseits jene, die das sogar unterstützen. Zivilcourage zeigen und den Opfern helfen ist eine Möglichkeit, doch eines wurde im Beitrag auch deutlich: Sorgsam sollte das Internet genutzt werden und vor allem Fotos nicht achtlos verschickt und geteilt werden.

Das Thema wurde nach Mittwoch am Donnerstagvormittag ein zweites Mal und an der Liebfrauenschule erstmalig für die Achtklässler aufgegriffen. Bei ihnen, die schon selbständiger und selbstverständlicher mit dem Internet umgehen, legte Arz den Fokus auf einzelne Fälle mit ihren Straftaten und Gerichtsurteilen.