Eschweiler: „The Voice“-Teilnehmer Amin Afify: „Definitiv eine Geschmacksfrage“

Eschweiler: „The Voice“-Teilnehmer Amin Afify: „Definitiv eine Geschmacksfrage“

Schade für den sympathischen Amin Afify. Wir berichteten über seinen tollen Start in der TV-Casting-Show „The Voice of Germany“. Jetzt, nach zwei Runden, ist der Traum vom Sieg dahin. Wir wollten wissen, wie es ihm geht und unterhielten uns einige Tage nach der vergangenen Sendung mit ihm.

Das Aus bei „The Voice“. Schlimm für Dich?

Amin Afify: Mir geht‘s super, auch wenn mein Ehrgeiz etwas gemurrt hat. Viele Menschen zu begeistern, war unter anderem das, was ich mir vorgenommen hatte und das hat wunderbar geklappt. Jetzt habe ich wieder Zeit, mich auf meine eigene Musik und Projekte zu fokussieren.

Haben sich viele Trostspender bei Dir gemeldet ?

Afify: Nach der Sendung erreichte mich eine Flut an Nachrichten und Kommentaren, die bis heute noch anhält. Fans und Zuschauer haben sich sehr über die Entscheidung geärgert und sich gewünscht, noch viel neue Musik von mir zu hören. Die Anteilnahme berührt mich.

Was dachtest Du in dem Augenblick, als Mark Forster Dich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat ?

Afify: Den habe ich ja nie verlassen. Mir war von Anfang an bewusst, dass es jederzeit zu Ende sein kann. Das ist auch o.k., ich war vorher Vollblutmusiker und bin es auch danach noch. Alles an Kontakten, Möglichkeiten und Fans, die mir diese Show gegeben hat, ist unbezahlbar: Deshalb sehe ich es gar nicht als Niederlage, nicht mehr dabei zu sein.

Was denkst Du, hat Mark Forsters Entscheidung beeinflusst ?

Afify: Schwer zu sagen. Am Ende ist es auch eine Tagesleistung, die entscheidend sein kann. Ich selbst fand meine Leistung bei den Proben vorher besser, allerdings war ich am Tag der Show ziemlich angeschlagen. Das habe ich jedoch nie erwähnt, weil ich es nicht als Ausrede vorschieben wollte.

Die Entscheidungen sind doch alles in allem sehr subjektiv. Waren die Anderen wirklich besser ?

Afify: Das Niveau der Show ist in den Sing-Offs sehr hoch und es wäre schade, wenn nicht jeder Künstler seine ganz eigene Art zu Singen hätte. Definitiv ist es auch eine Geschmacksfrage. Ich denke alle Sängerinnen und Sänger haben an dem Abend alles gegeben und gezeigt, warum sie es verdient haben, auf der Bühne zu stehen. Am Ende können halt nur drei weiterkommen.

Was war das Wichtigste, dass Du aus dem Wettbewerb für Dich herausholen konntest ?

Afify: Meine Art zu arbeiten und zu denken hat sich geändert. Ich nehme mir jetzt mehr Zeit für wichtigere Dinge. Wie ich einen Auftritt oder eine Komposition angehe, hat einen anderen Impuls bekommen. Ich habe tolle Leute kennengelernt, mit denen ich in Zukunft auch zusammenarbeiten werde. Ich habe viele CDs verschicken können und damit viele Menschen da draußen mit meiner Musik erreicht. Dabei war jedes Feedback ein absolutes Geschenk.

Spürst Du schon Effekte der Show auf Deine Karriere ?

Afify: Ich habe in den letzten Wochen wahnsinnig viele Anfragen bekommen. Auch langfristige Partner haben sich herauskristallisiert. Bei Auftritten wird jetzt viel öfter um Autogramme, CDs und Fotos gebeten. Aber ich bin froh, dass sich gerade mit meinen Freunden nichts geändert hat. Es ist wirklich schön, einen Anker im Leben zu haben.

Wie geht es jetzt musikalisch für Dich weiter ?

Afify: Langfristig möchte ich mit einem fairen Management zusammenarbeiten. Bei den ganzen Dingen, um die ich mir momentan Gedanken mache, bleibt nämlich leider nicht viel Zeit für Musik. Ich freue mich auch schon auf interessante neue Werke, auch mit anderen Künstlern, nicht nur aus der Musikwelt. Und vor allem möchte ich noch weiter über mich hinauswachsen und weiterhin Songs schreiben, die auch mich inspirieren.

Hast Du eine Botschaft für Deine Fans ?

Afify: Ich möchte auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen, allen da draußen zu danken. Für die Unterstützung, für all die lieben Worte, für „Jedesmal-zum-Auftritt-kommen“ und vor allem für das, was noch vor uns liegt. Ihr motiviert mich, wenn es mir mal schlecht geht und feiert mit mir, wenn etwas Tolles passiert ist.