Thailändische Kulturtage auf dem Drieschplatz in Eschweiler

Kulturtage : Ein Hauch von Thailand auf dem Drieschplatz

„Es ist wie nach Hause kommen“, strahlen Pum und Poly um die Wette. Die beiden Thailänderinnen leben seit vielen Jahren in Köln und lieben Deutschland sehr. Aber die Heimat ist immer noch da, wo man seine Wurzeln hat und darum ist es für das Mutter-Tochter-Gespann immer ein besonderes Fest, wenn sich die thailändische Gemeinde in Eschweiler trifft, um ihr Kulturgut zu pflegen.

Das Duo gehört zu den nahezu 40 Ausstellern, die in weißen offenen Zelten ihre Ware und Dienstleistungen auf dem Drieschplatz anbieten. Sie haben, wie alle anderen auch, ihren Stand hübsch dekoriert. Mama Pum bietet Thaimassage an, Tochter Poly verwandelt mit Tupfer, Pinsel und Farbe kleine Mädchen in wunderschöne Prinzessinnen. „Wir möchten nicht nur helfen, Spenden für karitative Zwecke zu sammeln, wir freuen uns auch unsere Landsleute zu treffen und unsere Musik zu hören!“

Bei der siebten Auflage der Thailändischen Kulturtage wurde am Samstag und Sonntag wieder die große überregionale Beliebtheit dieses Festivals deutlich, welches nicht nur Thais, sondern auch immer mehr Thailand-Freunde aus Belgien, den Niederlanden und der gesamten Region zwischen Aachen und Köln anlockte. Einige Tausend Besucher schlenderten durch die bunte Budenstadt und ergötzten sich an Hühnerspießchen, Papayasalat, Phat Thai, Kao Phat, Bami und all dem, was die thailändische Küche zu bieten hat.

Dazu gab es auf der Bühne ein Non-Stop-Programm, das mit wunderschönen Tänzerinnen und hervorragenden Musikern keine Wünsche offen ließ. „Wir möchten den Besuchern auch etwas bieten und freuen uns, wenn sie möglichst lange hier verweilen“, freute sich Somnuc Dackweiler, die gemeinsam mit ihrem Mann Werner diese Kulturtage mit viel Liebe organisiert hat.

Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Foto: ZVA/Irmgard Röhseler

Auch Suwan verbrachte den Samstagnachmittag mit ihrer Mutter Suwag aus Nörvenich in der Indestadt. Die beiden Frauen, die seit 15 Jahren in Deutschland leben, genossen das Fest als Besucher in vollen Zügen. „Wenn thailändische Feste stattfinden, sind wir dabei", sagt Suwan. „Es macht einfach Spaß viele Freunde zu treffen, das Bühnenprogramm zu verfolgen, unsere Spezialitäten zu essen und unsere Kultur zu pflegen. Es ist immer wieder etwas ganz Besonderes dabei zu sein!“

Verspannter Nacken? Für Pum kein Problem. Wenn die Thailänderin sanft Hand anlegt, löst sich die Verspannung schnell. Foto: ZVA/Irmgard Röhseler

Das nächste thailändische Highlight lässt nicht lange auf sich warten: Bereits am 27. Oktober steigt in der Festhalle Weisweiler von 12 bis 22 Uhr eine thailändische Party. Mit dem Erlös der letztjährigen Thailändischen Kulturtage unterstützten die Organisatoren auch zwei Eschweiler Vereine. Jeweils über 500 Euro konnten sich der Storchenbiss-Verein und Lichtblicke freuen.

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