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Eschweiler: TFB Röhe: Verein ist in Gefahr

Eschweiler : TFB Röhe: Verein ist in Gefahr

Der Fortbestand des TFB 1895 Röhe ist gefährdet.

Während der Jahreshauptversammlung am Sonntag in der Gaststätte „Zum Hirsch” gelang es nicht, einen neuen Vorstand zu wählen.

Bis zu einer außerordentlichen Versammlung, die noch in diesem Jahr stattfinden wird, bleibt der bisherige Vorstand, bestehend aus dem Vorsitzenden Harald Schauergans, Geschäftsführer Hans Jürgen Drexler und Kassierer Konrad Jungbluth im Amt.

Enttäuscht von der Resonanz

„Es ist traurig, wenn bei der Jahreshauptversammlung von den über 100 Mitgliedern des Vereins lediglich zehn anwesend sind”, machte Harald Schauergans seiner Enttäuschung gleich zu Beginn Luft. „Ein Interesse am weiteren Bestehen des Vereins, vor allem der Handballabteilung, scheint kaum vorhanden zu sein”, bemängelte der Vorsitzende. „Aus diesem Grund und der stärker werdenden beruflichen Belastung, möchte ich nicht mehr für den Vorsitz kandidieren”, zog er die Konsequenz.

Auch Geschäftsführer Hans Jürgen Drexler zeichnete in seinem Bericht ein negatives Bild der vergangenen beiden Jahre: „Um das Vereinsleben des TFB ist es nicht gut bestellt.” Und auch sportlich ging es bergab. Die 1. Mannschaft stieg in der Saison 2002/03 aus der Kreisliga in die 1. Kreisklasse ab, in der sie in der abgelaufenen Spielzeit Platz sechs belegte. Die 2. Mannschaft musste vor der Saison 2003/04 abgemeldet werden. „Training scheint für manche Spieler ein Fremdwort zu sein”, so Hans Jürgen Drexler.

Frauen als Lichtblick

Als erfreulich hingegen wurde die Entwicklung der Frauenturnabteilung bezeichnet. Die Vorsitzende Philomene Mandelartz konnte eine steigende Resonanz vermelden. „Momentan zählen wir 44 aktive und 13 inaktive Mitglieder. Und die Tendenz ist weiter positiv.”

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands begann die Diskussion um die Zukunft des Vereins. Der Ehrenvorsitzende Adi Elsen beschwor die Anwesenden, „die Flinte nicht so schnell ins Korn zu werfen.” Zumal für die kommende Handballsaison eine Mannschaft gemeldet wurde. „Ziel muss es sein, mehr Mitglieder in die aktive Vereinsarbeit einzubeziehen und die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen”, lautete das Ergebnis der Diskussion. So sollen so schnell wie möglich Gespräche auch mit den noch aktiven Spielern geführt werden.

„Momentane Situation untragbar”

Ob der bisherige Vorsitzende weiter macht, ist noch nicht sicher. „Können einige Personen überzeugt werden, im Vorstand mitzuarbeiten, könnte auch ich mir ein Weitermachen vorstellen. Aber es muss sich einiges tun, und dies schnell. Die momentane Situation ist nämlich untragbar”, erklärte Harald Schauergans.