Tennis in Eschweiler: Die "Open" als Nachfolger der Stadtmeisterschaft

Eschweiler und Blausteinsee Open : Würdige Nachfolger der Stadtmeisterschaft

Die Stadtmeisterschaften bei den indestädtischen Tennisspielern gehören bis auf weiteres der Vergangenheit an. An deren Stelle traten in diesem Jahr zwei sogenannte Leistungsklassenturniere.

Der Eschweiler Tennisclub Blau-Gelb richtete auf seiner neuen Anlage in Dürwiß die „Blausteinsee Open“ aus. Unmittelbar zuvor hatte die ESG Tennis als Gastgeber der „Eschweiler Open“ fungiert und zahlreiche Sportler von nah und fern nach Bergrath gelockt. Im Gespräch mit Andreas Röchter zogen Verantwortliche beider Vereine unabhängig voneinander eine erste Bilanz nach den beiden Turnieren.

Wie fällt die Bilanz der Premiere der „Blausteinsee Open“ beziehungsweise der „Eschweiler Open“ aus?

Kamal Borki (stellvertretender Vorsitzender der ESG): Sehr positiv! Die Eschweiler Open waren qualitativ sehr gut besetzt.

Mario Streit (1. Sportwart Blau-Gelb): Durch die Bank sehr positiv. Wir haben im Nachgang der Blausteinsee Open zahlreiche positive Rückmeldungen sowohl von Spielern als auch von Zuschauern erhalten.

Achim Zimmermann (1. Vorsitzender Blau-Gelb): Wir konnten Spieler aus zahlreichen Vereinen auf unserer Anlage begrüßen. Auch die Zahl der Zuschauer war hoch.

Marc Adler (2. Sportwart Blau-Gelb): Ein Spieler reiste sogar aus Krefeld an, um an unserem Turnier teilzunehmen!

Wird es eine Wiederholung der Leistungsklassenturniere geben? Falls ja, stehen bereits Termine fest?

Mario Streit: Es soll auf jeden Fall eine Wiederholung der Blausteinsee Open geben. Vorgesehen ist der Zeitraum vom 27. Juni bis zum 11. Juli 2020.

Kamal Borki: Eine 2. Eschweiler Open wird stattfinden. Das Zeitfenster wird in 2020 ähnlich wie bei der Premiere sein.

Im Wiederholungsfall sollte an welchen Stellschrauben gedreht werden?

Kamal Borki: Wir möchten an den Finaltagen Tribünen errichten. Dies war bereits in diesem Jahr geplant, konnte jedoch leider nicht ausgeführt werden.

Mario Streit: Es gibt natürlich immer etwas zu verbessern. Im kommenden Jahr sollte die Auslosung auf jeden Fall früher erfolgen. Dieses Jahr fand sie erst einen Tag vor Turnierbeginn statt. Sehr wünschenswert wäre die Ausweitung des Turniers auch auf den Jugendbereich.

War die zeitliche Nähe beider Turniere ein Vorteil, ein Nachteil oder spielte diese eine untergeordnete Rolle?

Richard Schürmann (2. Vorsitzender Blau-Gelb): Vielleicht war es etwas ungewöhnlich, dass in Eschweiler zwei LK-Turniere direkt aufeinander folgen. Dies hat aber nicht zu Problemen geführt, wie die insgesamt mehr als 200 Meldungen für die beiden Turniere im Zeitraum von vier Wochen eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Kamal Borki: Die zeitliche Nähe spielte überhaupt keine Rolle.

Starke Rückhand: Auf der Anlage des TC Blau-Gelb Eschweiler in Dürwiß läuft die Premiere des Leistungsklassenturniers "Blausteinsee-Open". Foto: Andreas Röchter

Bei beiden Turnieren gab es keine Doppel- oder Mixedkonkurrenzen, die bei den früheren Stadtmeisterschaften durchaus ihren Reiz hatten. Bleibt dies so?

Kamal Borki: Das Problem ist die Leistungsklassen-Wertung bei solchen Konkurrenzen. Der Tennisverband Mittelrhein bietet da leider keine adäquate Lösung an. Unser Sportwart Gerd Lüttgen wird hier bestimmt noch in Zukunft einen Weg finden.

Mario Streit: Dies wird aus zweierlei Gründen so bleiben: Zum einen ist es zeitlich einfach nicht machbar, zum anderen sind Wettbewerbe im Doppel für Spieler, die ihre Leistungsklasse verbessern wollen, nicht attraktiv.

Sind die Stadtmeisterschaften für längere Zeit „passé“ oder ist eine Rückkehr, vielleicht als „offene Stadtmeisterschaften“, denkbar?

Achim Zimmermann: Eine Rückkehr zur Stadtmeisterschaft ist nicht vorgesehen. Die Teilnehmerzahlen waren rückläufig, es musste ein neues Konzept her. Im Rahmen eines Leistungsklassenturniers gelingt es, hochklassige Spieler nach Eschweiler zu locken, die ansonsten ausgeschlossen wären. Desweiteren bieten die Blausteinsee-Open dem Verein Blau-Gelb eine neue Chance, sich zu präsentieren und uns in der Region zu positionieren.

Kamal Borki: Für uns gehören die Stadtmeisterschaften nicht unbedingt der Vergangenheit an. Unser Vorstand wird bestrebt sein, eine gemeinsame Lösung mit dem Vorstand von Blau Gelb für die Zukunft zu erarbeiten.

Wie hat sich der Umzug des TC Blau-Gelb Eschweiler auf die Anlage in Dürwiß bisher ausgewirkt?

Achim Zimmermann: Absolut positiv! Die Mitgliederzahl konnte mehr als verdoppelt werden, die Ausweitung der Anlage um zwei weitere Plätze wurde daher auch frühzeitig angegangen und vor wenigen Tagen vollendet. Diese Entwicklung hat neuen Schwung gebracht, das Engagement der Mitglieder ist absolut lobenswert!

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