Eschweiler: „Tag der Freundschaft“: Schützen werben um Nachwuchs

Eschweiler: „Tag der Freundschaft“: Schützen werben um Nachwuchs

Eschweilers Schützenbruderschaften plagen schon seit Jahren Nachwuchssorgen. Doch was kann man tun, um andere, gerade junge Leute, für die Mitgliedschaft in einer Schützenbruderschaft zu begeistern?

Darüber dachte auch Rolf Krause, Bezirksschießmeister des Bezirksverbands Eschweiler im Bund der historischen Schützen bereits seit einer Weile nach. Und so entstand die Idee zum „Tag der neuen Freundschaft“.

Zu diesem hatten fünf Schützenvereine stellvertretend für alle Eschweiler Bruderschaften in ihre Schützenheime eingeladen: die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Eschweiler-Mitte, die St.-Blasius-Schützenbruderschaft Kinz­weiler, die St.-Rochus-Schützenbruderschaft Röthgen, die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Weisweiler und die Ambrosius-Schützengesellschaft Hücheln. Bei diesen Schützenvereinen konnte sich am „Tag der neuen Freundschaft“ jeder im Alter ab 12 Jahren über den Schießsport informieren und auch einmal selbst beispielsweise ein Luftgewehr in die Hand nehmen.

Leistungssport

„Wir möchten zeigen, dass der Schießsport nicht ein typisches Schützenfestklischee ist, sondern ein Sport. Und Schießsport ist mittlerweile sogar Leistungssport“, sagte Rolf Krause zur Begrüßung bei den St.-Sebastianus-Schützen Stadtmitte. Eschweilers älteste Schützenbruderschaft war es, die als erste Bruderschaft am Sonntag ihr Schützenheim zum „Tag der neuen Freundschaft“ öffnete. Bezirksschießmeister Rolf Krause und seine Mitstreiter setzen sich dafür ein, dass die Bruderschaften langsam von den alten Statuten und dem knöchernen Image wegkommen und den Sport vor allem für junge Menschen attraktiver machen.

Ob mit Luftgewehr, Luftpistole, Armbrust oder Kleinkaliber-Pistole — das Schießen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, die Konzentration, Körperbeherrschung und Nervenstärke erfordert. In den Schützenbruderschaften wird der Schießsport mit Ernsthaftigkeit und als Wettkampfsport mit Regeln und Verantwortung ausgeübt. Aber natürlich geht es auch um andere Dinge: „Geselligkeit, Freundschaft und Konversation stehen auch im Vordergrund“, führte Krause weiter aus.

Am „Tag der neuen Freundschaft“ hatten alle Interessierten die Möglichkeit, den Schützen beim Schießen zuzusehen und es einmal selbst auszuprobieren. Dies galt auch für das Fahnenschwenken, das bei vielen Schützenbruderschaften in Eschweiler ebenfalls dazugehört. Wie der Tanzsport wird das Fahnenschwenken erst einstudiert und dann auf Wettkämpfen vorgeführt.

Bestmögliche Unterstützung

Und auch wenn — wie bei jedem neuen Hobby — aller Anfang schwer ist, so werden Neumitglieder bei den Schützen durch ausgebildete Leiter und die Schützenbrüder und —schwestern bestmöglich unterstützt.

Rolf Krause und die teilnehmenden Schützenbruderschaften freuten sich jedenfalls sehr auf alle neuen Gesichter, die an diesem Tag in den fünf Schützenheimen in ganz Eschweiler vorbeischauten.

(zsa)