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Eschweiler: Streit um Eschweiler Schlachthof eskaliert

Eschweiler : Streit um Eschweiler Schlachthof eskaliert

Der Streit um den Schlachthof in Eschweiler eskaliert. Nach einer erneuten Schließung vergangene Woche wollen die Betreiber des Schlachthofes Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Veterinäramtes der Städteregion Aachen wegen Ruf- und Geschäftsschädigung stellen.

Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Mittwoch der Sprecher der Betreibergenossenschaft, Klaus Philippi.

Bereits im Januar hatte das Veterinäramt den Schlachthof vorübergehend schließen lassen. Der zuständige Dezernent der Städteregion, Uwe Zink, erklärte am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung, alles dafür tun zu wollen, dass der Konflikt nicht eskaliert. Sollten die Schlachthofbetreiber in der Tat Strafanzeige gegen das Veterinäramt stellen, dürfte Zinks Deeskalationsstrategie vergebens gewesen sein.

Die Querelen um den Eschweiler Schlachthof haben die Ebene der sachlichen Auseinandersetzung längst verlassen, und es sieht nicht danach aus, als könnten die Gerichte ohne Weiteres Frieden schaffen. Anlass des erneuten Streitausbruchs war die neuerliche Ordnungsverfügung des Veterinäramtes, derzufolge der Schlachthof vergangenen Donnerstag wieder schließen musste.

Dieses Mal bemängelten die Kontrolleure nicht wie noch im Januar die Technik, sondern vor allem die unzureichende Qualifikation des Personals. Das Aachener Verwaltungsgericht jedoch hob die Ordnungsverfügung in einem sogenannten Rechtsschutzverfahren, also in einem Eilverfahren, wieder auf, und zwar aus formellen Gründen.

Die Städteregion habe die Ordnungsverfügung nicht schriftlich ausgestellt, sondern nur mündlich. Bis zum Eintreffen des Schriftsatzes im Schlachthof dürften die Betreiber also theoretisch wieder schlachten, doch davon haben sie nach eigener Auskunft abgesehen.

(gego)